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Sonneneruption: "Katrina" aus dem All

Es wird stürmisch im Weltraum: Die Sonne nähert sich der aktivsten Phase ihres Elf-Jahres-Zyklus. Forscher befürchten eine gewaltige Eruption - mit drastischen Folgen für die Erde.

Von Georg Dahm

Viel drastischer kann man in den USA vor einer Naturkatastrophe kaum warnen: Was der Erde derzeit aus dem All drohe, haben Forscher gerade auf der weltweit wichtigsten Wissenschaftlertagung erklärt, sei so zerstörerisch wie der Hurrikan "Katrina", der 2005 den Süden der hilflosen Nation verwüstete - aber im globalen Maßstab.

Kommunikations- und GPS-Satelliten, Stromnetze, der Flugverkehr, alles könnte zusammenbrechen, wenn ein besonders starker Sonnenwind die Erde trifft. Den weltweiten Schaden schätzt die US-Regierung auf 2000 Milliarden Dollar.

Dass elektromagnetische Strahlung von der Sonne eine Gefahr für die empfindliche Technik auf der Erde und in ihrer Umlaufbahn darstellt, ist bekannt - doch zuletzt blieb der Stern relativ ruhig. Jetzt aber bewegt er sich auf den Höhepunkt des Aktivitätszyklus zu, den er alle elf Jahre durchläuft. Erst vor wenigen Tagen hat sich die stärkste Eruption seit vier Jahren ereignet - diesmal noch ohne Folgen für die Erde, die US-Weltraumbehröde Nasa gab schnell Entwarnung. Doch 2013, so die Schätzung, ist es so weit. "Ein Großteil unserer Technik ist viel empfindlicher als vor zehn Jahren", sagt Jane Lubchenco, Chefin der US-Meeres- und Atmosphärenbehörde NOAA, die auch das Weltraumwetter beobachtet. "Unsere Parole muss lauten: Vorhersagen und vorbereiten."

Mit der Vorhersage aber sieht es schlecht aus - obwohl Wissenschaftler die Sonne so genau im Blick haben wie noch nie. Teleskope, Teilchendetektoren, Satelliten und Raumsonden wie das Observatorium Soho liefern eine Fülle von Daten. Ein Großteil der Forschung besteht jedoch aus der Analyse von Ausbrüchen, die schon stattgefunden haben - Prognosen, ob sich in einem Sonnenfleck eine Eruption zusammenbraut, sind nur einen Tag im Voraus möglich. "Wir können das mit einer Wahrscheinlichkeit von zehn bis 50 Prozent vorhersagen", sagt Rainer Hippler von der Universität Greifswald, die zusammen mit der Raumfahrtbehörde DLR die Weltraumwettervorhersage besorgt.

Auf bessere Prognosen hofft auch Juha-Pekka Luntama. Der Finne baut für die europäische Weltraumbehörde Esa ein Frühwarnsystem auf. Forschungszentren aus ganz Europa speisen ihre Daten in sein System ein. Es soll Informationen für verschiedene Abnehmer bereitstellen, darunter Fluglinien, Stromnetz- und Satellitenbetreiber. Den großen 2000-Milliarden-Dollar-Crash erwartet Luntama nicht: "Wir glauben nicht an die Katastrophe. Vieles lässt sich durch Technik und gute Vorbereitung vermeiden." Sein Heimatland hat die Stromnetze vorsorglich schon mal sonnensturmfest gemacht.

FTD
Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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