US-Raumfähre Start der Endeavour zum vierten Mal verschoben


Schlechtes Wetter verhindert den Start: Die US-Raumfähre Endeavour ist noch immer nicht ins All aufgebrochen. Die Nasa brach den Countdown ab, als ein Gewitter näher kam. Ein neuer Starttermin steht bereits fest - es wäre der fünfte Versuch. Und die Zeit für die Nasa wird knapp.

Wenige Minuten vor dem geplanten Starttermin ist der Countdown der US-Raumfähre Endeavour abgebrochen worden, weil ein Gewitter aufzog. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa verschob den Start damit erneut - es ist bereits das vierte Mal. Ein neuer Startversuch soll noch am Montag um 18.51 Uhr Ortszeit (Dienstag, 00:51 Uhr MESZ) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral aus unternommen werden. Allerdings sagen die Meteorologen weiter schlechtes Wetter voraus.

"Wir haben das Vehikel fertig, aber leider hat das Wetter heute nicht mit uns kooperiert", erklärte Startdirektor Pete Nickolenko den sieben Astronauten an Bord, als er den Countdown beendete. "Wir haben verstanden und werden uns bereit halten", antwortete "Endeavour"-Kommandeur Mark Polansky.

Es war bereits der vierte missglückte Startversuch der Fähre. Zweimal hatte es Probleme mit einem Leck am Tank gegeben. In der Nacht zum Samstag gab es Blitzeinschläge an der Startrampe. Die Startverschiebung jetzt war nach Nasa-Angaben nötig geworden, weil die Raumfähre bei möglichen technischen Problemen in Cape Canaveral hätte notlanden müssen.

Die Raumfähre soll das dritte und letzte Teil des japanischen Weltraumlabors "Kibo" zur Internationalen Weltraumstation (ISS) bringen. Es handelt sich um eine gut vier Tonnen schwere Plattform, die an der Außenwand der ISS angebracht werden soll. Darauf sollen später Instrumente für Experimente im All installiert werden. Die Nasa hat noch bis Dienstag oder möglicherweise auch Mittwoch Zeit, um die "Endeavour" ins All zu schicken. Danach ist das erst wieder Ende Juli möglich. Der Start war eigentlich bereits für Mitte Juni geplant.

AP/DPA AP DPA

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