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Missgebildetes Kind: Indische Ärzte operieren kleine Lakshmi

Lakshmi. Das ist der Name der hinduistischen Göttin der Schönheit, die meist mit vier Armen dargestellt wird. Lakshmi, das ist auch der Name einer zweijährigen Inderin, die mit vier Armen und vier Beinen zur Welt kam. Jetzt wird das Mädchen operiert. Anders könnte es nicht überleben.

Am Anfang schien die Missbildung wie eine Verheißung. Das Mädchen, das im indischen Staat Bihar zur Welt kam, hatte vier Arme und vier Beine. Wie Lakshmi, die hinduistische Göttin des Glücks und der Schönheit, die oft mit vier Armen dargestellt wird. Die Eltern, Poonam und Shambu Tatma, gläubige Hindus, sahen das als Zeichen. Sie benannten ihre Tochter nach der Gottheit. Sie glaubten sogar an eine Reinkarnation. "Lakshmi ist ein ganz spezieller Segen von Gott, der aber schwer zu bewältigen ist", erinnert sich die Mutter noch heute.

Andere betrachteten Lakshmi weniger als spirituelles Wunder, sondern eher als Zirkusnummer. So berichtet die indische Tageszeitung "Hindustan Times", dass ein Zirkus versucht habe, das Mädchen zu kaufen.

Mediziner - und mittlerweile auch die Eltern - sehen in der nun zweijährigen Lakshmi vor allem ein missgebildetes Kind, dem geholfen werden muss. In der Medizin bezeichnet man diese seltene Missbildung als Ischiopagus Parasiticus. Im Mutterleib wuchs das Kind mit einem Zwilling zusammen, der sich aber nicht weiterentwickelte. Nur Lakshmi kam durch, mit vier Armen und vier Beinen. Gerettet war sie damit noch nicht. Denn ohne Operation hat Lakshmi, die weder laufen noch krabbeln kann, kaum Chancen, bis zur Pubertät überleben.

40-stündige Operation hat begonnen

Als die Eltern das begriffen, suchten sie Hilfe. Von den staatlichen Krankenhäusern wurden sie abgewiesen. Und selbst, als sie genug Geld angespart hatten, um zu einem Krankenhaus nach Delhi zu reisen, fanden sie keine Unterstützung. Die Armut war ein Hemmnis: Lakshmis Eltern verdienen etwa 50 britische Pence am Tag, 70 Euro-Cent.

Lakshmi wurd erst von einem Arzt untersucht, als sich der Chirurg Sharan Patil ihrer annahm. Er sorgte laut Nachrichtenagentur DPA auch dafür, dass die Sparsh-Stiftung der Sparsh-Klinik in Bangalore den vielleicht rettenden Eingriff bezahlt. Kosten: rund 100.000 Pfund (rund 144.000 Euro). Die Eltern hätten sich den Eingriff nicht leisten können.

Seit Dienstagmorgen operiert ein Ärzteteam um Patil das Kind nun. Der Eingriff ist aufwändig und riskant. 36 Ärzte arbeiten in Schichten von sechs bis acht Stunden: Orthopäden, Kinderärzte, Neurologen, plastische Chirurgen, Mikrogefäßspezialisten und Personal aus der Intensivstation. Dabei gehen sie nach einem Operationsplan vor, für den etwa 40 Stunden veranschlagt wurden. Axel Neumann, Chirurg und Vorsitzender des Landesverbands für ambulantes operieren Bayern, hält vor allem die geplante Dauer des Eingriffs für problematisch: "40 Stunden am Stück zu operieren, das halte ich für fast unmöglich", sagte er stern.de. Auch der plastische Chirurg Heinz Schöneich kann sich einen 40-stündigen Eingriff nicht vorstellen. "Wenn, dann nur mit Pausen." Sollte tatsächlich alles in einer Sitzung gemacht werden, dann ist das Kind gefährdet", sagte er.

Kritische Organtransplantation

Die indischen Experten gehen folgendermaßen vor: Zunächst muss der parasitäre Zwilling von Lakshmis Becken entfernt werden. Dann folgt der nächste Schritt, die Nierentransplantation: Lakshmi hat eine funktionierende und eine tote Niere - genauso wie der Parasit an ihrem Körper. Die Spezialisten werden daher versuchen, die tote Niere zu entfernen, und sie mit der gesunden des Zwillings zu ersetzen. Außerdem wird das Genitalsystem und die Blase der Zweijährigen von der linken Körperhälfte in eine zentralere Position verrückt.

Ob das Kind den Eingriff tatsächlich überlebt, hängt laut Neumann von einer Vielzahl von Faktoren ab: "Wichtig ist es etwa herauszufinden, wie viele Nerven das Glied hat. Auch auf die Schlagadern am Arm muss man aufpassen. Danach versucht man die wesentlichen Nervenbündel zu erhalten, um sich dann vom Rest zu entfernen." Schöneich dämpft die Aufregung um die Operation sogar ein wenig: "Die eigentliche Amputation der Gliedmassen ist technisch gesehen nicht schwierig. Schwieriger ist der Eingriff bei den Organen."

Nach den ersten Stunden der Operation geben sich die Ärzte im Krankenhaus jedenfalls zuversichtlich: "Im Moment sieht es so aus, als würden wir zeitgerecht fertig werden. Wir haben zwar schon Überraschungen erlebt, aber die hatten wir auch erwartet", sagt der Operationsleiter Sharan Patil. Bislang würde Lakshmi den Eingriff sehr gut aufnehmen. "Sie ist stabil und wir hoffen und beten, dass die Operation so weitergeht." Ob Lakshmi, sofern sie die nächsten Stunden überlebt, danach ein normales Leben führen kann, lässt sich laut Schöneich nicht beantworten:" Das wäre alles sehr hypothetisch. Aber prinzipiell ist es schon möglich."

Aber vielleicht sorgt die Namensgeberin des Kindes dafür, dass das Mädchen den Eingriff gut übersteht. Die hinduistische Göttin Lakshmi ist auch für Glück zuständig.

Alexander Zeuner
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