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Siamesische Zwillinge: Lea wurde operiert

Nach der dramatischen Trennungs-Operation, bei der ihre Schwester Tabea ums Leben kam, wurde Lea nochmals operiert. Sie hat die Operation, bei der ihr Kopf vollständig geschlossen wurden, überstanden. Ihr Zustand ist "kritisch, aber stabil".

Prof. Richard Redett, ein plastischer Chirurg, hatte sich mit den Eltern getroffen, um die Operation zu besprechen, bei der die Abdeckung des Kopfes noch einmal neu angelegt werden sollte. Bei der dramatischen Trennung von Lea und Tabea in der Nacht zum Donnerstag vergangener Woche war es ziemlich schnell zugegangen. So muss auch ein kleines Stück künstlicher Abdeckung entfernt und durch eigene Haut ersetzt werden.

Lea wird noch mehrmals operiert werden müssen, damit der Kopf normal geformt werden könne. Das sagte der Leiter des Chirurgenteams, Benjamin Carson. Nach ihrer Entlassung aus der Universitätsklinik "in einigen Wochen oder Monaten" könne sie nach Lemgo zurückkehren und werde anschließend von deutschen Ärzten betreut. Der Neurologe Tilman Poster und der Kinderarzt Martin Bruns hatten die Eltern in die USA begleitet, um ihnen die Trennungsprozedur und den anschließenden Zustand der Kinder erläutern zu können.

Tabea hatte die insgesamt rund 30-stündige Operation nicht überlebt. Sie starb am frühen Donnerstag. Als Todesursache gab Carson unregelmäßige Herzschläge und hohen Blutverlust während des Marathoneingriffes an. Die Zwillinge waren an der Schädeldecke zusammengewachsen und teilten sich die größeren Blutgefäße im Hirn.

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