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80 Tiere gestrandet: Erneutes Wal-Drama in Australien

An der australischen Küste sind abermals rund 80 Wale und Delfine an Land getrieben. Die Tiere strandeten bei rauer See auf einer Strecke von sechs Kilometern. Freiwillige konnten einige wenige Wale zurück ins Wasser bugsieren, doch für die meisten kam jede Hilfe zu spät.

In Australien ist erneut eine Gruppe von Walen in seichtes Wasser geraten und gestrandet. Mindestens 67 der etwa 80 Tiere hätten nicht gerettet werden können, berichtete der Rundfunksender ABC. An dem Strand rund 270 Kilometer südlich von Perth an der Westküste waren am Montag Dutzende Freiwillige im Einsatz. Sie versuchten, die Tiere zurück ins Meer zu schieben. Die Umweltbehörde war alarmiert und mit einem Team von Wildhütern auf dem Weg in die Bucht von Hamelin.

"Es waren eine Menge Leute hier, die versucht haben, die Wale, die noch lebten, zurück ins Wasser zu schieben", berichtete ein Augenzeuge im Rundfunk. "Wir denken, dass sechs oder sieben wieder ins Meer hinausgeschwommen sind. Es könnte aber gut sein, dass sie ein Stück weiter erneut stranden." Erschwert wurde die Bergung durch hohe Wellen.

Erst Anfang März waren am Naracoopa-Strand auf der King-Insel zwischen Tasmanien und dem Festland etwa 200 Wale und Delfine gestrandet. Mehr als 50 konnten gerettet werden, rund 140 verendeten qualvoll an Land.

Warum es die Meeressäuger immer wieder zu den Stränden zieht, wo sie oft kläglich verenden, hat die Wissenschaft noch nicht klären können. Mitunter wird der unter Wasser laute Schiffsverkehr dafür verantwortlich gemacht, dass die Wale sich verirren.

DPA/AFP / DPA
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