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Dramatische Flucht aus Zoo: Schimpanse macht Ausflug auf Hochspannungsleitung

Chacha hatte offenbar die Nase voll vom Zoo: Der 24-jährige Schimpanse aus dem japanischen Sendai ist durch ein Loch im Zaun ausgebüxt - um dann eine Stromleitung zu erkunden.

Der Schimpanse Chacha hat die japanische Stadt Sendai gestern ordentlich auf Trab gehalten: Dem 24-jährigen Menschenaffe gelang die Flucht aus dem Yagiyama-Zoo. Doch immer nur das gleiche Gehege zu sehen, scheint Chacha auf die Dauer zu langweilig geworden zu sein. Als er ein Loch im Zaun entdeckte, zögerte er offenbar nicht und machte sich auf in die große weite Welt. Dabei scheint es ihm ein Hochspannungsmast besonders angetan zu haben. Ganze zwei Stunden turnte er darauf umher.

Am Ende musste Chacha mit einem Betäubungspfeil betäubt werden, um ihn einfangen zu können. Als das Mittel zu wirken anfing, taumelte der 24-jährige Affe zunächst und fiel dann in ein Sprungtuch, das von Helfern aufgehalten wurde. Chacha kam mit nur leichten Prellungen davon.

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"Wir sahen den Schimpansen im Fernsehen, er war ziemlich groß"

Zwischenzeitlich hatte die örtliche Grundschule ihre 400 Schüler angewiesen, sich nicht auf den Nachhauseweg zu machen, bevor das Tier nicht wieder eingefangen war. "Wir sahen den Schimpansen im Fernsehen, er war ziemlich groß, deshalb dachten wir, es sei gefährlich, die Kinder raus zu lassen", so der stellvertretende Schulleiter gegenüber der Zeitung "The Japan Times". Im Yagiyama-Zoo, der 1965 seine Pforten öffnete, leben 478 verschiedene Tiere. Chacha wird sich wohl vollständig von seinem Ausflug erholen - auch wenn er durch das Beruhigungsmittel noch ein paar Tage etwas benommen sein dürfte.

amt
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