Australien Hirtenhund beschützt Pinguine


Ein Hund ist der beste Freund des Menschen - und des Pinguins. Das fanden australische Tierschützer heraus. Sie setzten Hirtenhunde ein, um eine vom aussterben bedrohte Pinguinart vor Raubtieren zu beschützen.

Auf der Middle-Insel vor der Südküste Australiens besteht eine Kolonie von Zwergpinguinen. Diese Tierart ist vom Aussterben bedroht, ihre Zahl sank innerhalb weniger Jahre von 5000 auf rund 100. Australische Tierschützer hatten jahrelang vergeblich versucht, die Kolonie der Zwergpinguine zu bewahren und unternahmen nun einen letzten Versuch. Sie setzten eine Gruppe Maremmen-Abruzzen-Schäferhunde ein, um die flugunfähigen Seevögel zu bewachen. Und das mit großem Erfolg. "Wir haben sehr vielversprechende Ergebnisse erzielt", sagte der Leiter des Versuchsprojekts, Ian Fitzgibbons, der australischen Nachrichtenagentur AAP. "Wir haben gerade in einer Nacht 80 Pinguine gezählt - so viele wie in keiner anderen Nacht seit Beginn des Projekts 2006, und ich glaube, es gibt auch 26 Junge."

Die Gruppe von Hirtenhunden hat die Pinguine wie eine Familie adoptiert und schützt sie vor Füchsen und anderen Raubtieren. Jetzt werde überlegt, die treuen Tiere auch anderswo als Tierschützer einzusetzen, berichtete Fitzgibbons. "Sie bellen, wenn andere Tiere sich nähern, und wir beobachten weniger Füchse in der Nähe der Pinguine. Die Füchse riechen die Maremmen und nähern sich nicht."

Bei den Maremmen-Abruzzen-Schäferhunden handelt es sich um eine italienische Hunderasse. Die Tiere werden von klein auf mit ihrer Herde groß gezogen und sind dann Zeit ihres Lebens loyal. "Wir sind Pioniere auf dem Gebiet, bislang hat wohl noch niemand Maremmen als Tierschützer eingesetzt", sagte Fitzgibbons.

DPA DPA

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