HOME

Engagement für Klimaschutz: Gore für Friedensnobelpreis nominiert

Spätestens seit seinem Film "Eine unbequeme Wahrheit" ist der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore Amerikas bekanntester Klimaschützer. Für sein Engagement wurde er nun für den Friedensnobelpreis nominiert.

Der frühere US-Vizepräsident Al Gore (58) ist wegen seines Einsatzes für den Klimaschutz für den diesjährigen Friedensnobelpreis nominiert. Wie der Rundfunk aus Oslo meldete, haben zwei Abgeordnete des norwegischen Parlaments den Politiker beim ebenfalls in Oslo ansässigen Nobelkomitee vorgeschlagen.

In seinem Kino-Dokumentarfilm "Eine unbequeme Wahrheit" und auf Vortragsreisen warnt Gore eindringlich vor den Folgen der globalen Erderwärmung. Inzwischen gilt er als der bekannteste Klimaschützer der USA.

Entscheidung im Oktober

Die Entscheidung über die Vergabe fällt Anfang bis Mitte Oktober. 2006 waren 191 Kandidaten vorgeschlagen. Wie der Direktor des Nobelinstitutes, Geir Lundestad, mitteilte, steht die Zahl der diesjährigen Nominierungen auch nach Auslaufen der Vorschlagfrist am 1. Februar noch nicht fest. Als Grund nannte er lange Postwege.

Im letzten Jahr wurde der Bankier Mohammed Yunus aus Bangladesch für seine Mikrokredite an arme Menschen ausgezeichnet. Der Friedensnobelpreis ist mit zehn Millionen schwedischen Kronen (1,1 Millionen Euro) dotiert. Letzter deutscher Preisträger war 1971 der damalige Bundeskanzler Willy Brandt.

DPA / DPA
Themen in diesem Artikel