KRANKHEIT Mysteriöser Virus in Griechenland


In Griechenland sind in den letzten Tag 32 Fälle von Herzmuskelentzündung aufgetreten. Drei Menschen sind bereits gestorben. Der Gesundheitminister hat alle Schulen geschlossen.

Kindergärten, Schulen und Unis geschlossen

Wegen zahlreicher Fälle von Herzmuskelentzündung sind in Griechenland seit Dienstag alle Kindergärten, Schulen und Universitäten geschlossen und werden es mindestens bis zum 26. April auch bleiben. In den vergangenen Tagen sind nach offiziellen Fällen 32 Fälle von Herzmuskelentzündung gemeldet worden. Es hat bereits drei Tote gegeben; zwei davon lebten auf der Mittelmeerinsel Kreta, einer im Nordwesten Griechenlands - alle drei waren Erwachsene.

Keine Epidemie

Gesundheitsminister Alekos Papadopoulos forderte die griechischen Bürger auf, geschlossene Räume in den nächsten Tagen zu meiden und sich regelmäßig und intensiv die Hände zu waschen. Obwohl allein am Dienstag 13 neue Fälle der Virusinfektion bekannt wurden, warnt Papadopoulos vor einer Panik: »Alle diese Maßnahmen sind vorbeugend. Es gibt keinen Grund zur Beunruhigung.«

Myokarditis

Die Herzmuskelentzündung (Myokarditis) tritt unter anderem als Komplikation von Virusinfekten wie der Grippe sowie als Folge von Bakterieninfektionen auf. Typische Symptome sind Muskelschmerzen, hohes Fieber und Atembeschwerden. Es sei bislang nicht klar, welcher Art der Virus sei, der die akute Erkrankungswelle verursacht habe, sagte Papadopoulos. Nächste Woche beginnt im orthodoxen Griechenland die Karwoche; am 5. Mai ist das Osterfest.


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