VG-Wort Pixel

Launen der Natur Die hässlichsten Tiere: Schlimmer geht's immer


Segelohren, dünnes Fell und Saugnäpfe im Gesicht: Manche Tiere sind ganz schön hart im Nehmen. Ob Nacktmull, Fingertier oder Nasenaffe - als Schönheiten des Tierreichs würde diese Arten wohl niemand bezeichnen. Doch warum hat Mutter Natur das eigentlich zugelassen?

Die Evolution meint es nicht mit jedem gut: Auf die Gurke, die der Nasenaffe im Gesicht hat, würde wohl jeder gerne verzichten. Bei der auf Borneo lebenden Affenart besitzen auch nur die Männchen eine so auffällig geformte Nase. Wozu genau sie gut ist, ist unklar. Doch sie könnte dazu dienen, den Weibchen sexuelle Attraktivität zu signalisieren: Je schlimmer der Zinken, desto besser wäre das Objekt der Affenbegierde für die Fortpflanzung geeignet.

Auch bei dem Blobfisch macht die ungewöhnliche Form Sinn. Da seine Dichte kaum größer ist als die von Wasser, schwebt er ganz ohne Schwimmblase - und ist so auch tiefseetauglich.

Und auch andere Kreaturen der Dunkelheit gewinnen zwar keinen Schönheitspreis - sind aber höchst interessant und widerstandfähig: Nacktmulle sind in etwa so groß wie eine Maus, fleischfarben, schrumpelig und erinnern von der Form her sehr an eine Presswurst. Doch unterschätzen sollte die Tiere niemand: Sie sind extrem widerstandsfähig und bekommen keinen Krebs.

Kurzum: Auch wenn manches auf den ersten Blick bizarr aussieht, steckt selbst hinter dem Hässlichsten mitunter ein Sinn. Gering schätzen sollte jedenfalls niemand die eher unattraktiven Bewohner des Tierreichs. Letztlich liegt Schönheit ja ohnehin im Auge des Betrachters.


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker