Paläontologie Neuer Dino-Fund schreibt Erdgeschichte um


Versteinerte Dinosaurierreste in Niger belegen, dass sich Afrika erst später als gedacht vom Urkontinent abgetrennt hat. Demnach war Afrika vor 100 Millionen Jahren noch über eine Landbrücke mit Südamerika verbunden.

Versteinerte Dinosaurierreste in Niger geben neuen Aufschluss über die Abtrennung Afrikas vom Urkontinent. Afrika sei demnach vor 100 Millionen Jahren noch über eine Landbrücke mit Südamerika verbunden gewesen, schreibt der Wissenschaftler Paul Sereno in einem am Mittwoch veröffentlichten Beitrag in den britischen "Proceedings of The Royal Society B". Bisher sei die Forschung davon ausgegangen, dass Afrika sich bereits vor 120 Millionen Jahren von dem Gondwana genannten Urkontinent getrennt habe.

Der im westafrikanischen Niger gefundene versteinerte Dino-Schädel weist auf eine enge Verwandtschaft von Dinosauriern in Afrika und Südamerika. Der entdeckte Vertreter der Art Rugops primus (Runzelgesicht), die nach ihrem schuppigen Kopf benannt wurde, fanden sich bislang nur in Südamerika, Madagaskar und Indien. Das Tier war etwa zehn Meter lang und zählte zu den Fleischfressern.

DPA


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