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Schmetterlinge: Der Trick mit dem Vogelkot-Look

Bizarr, aber wirkungsvoll: Die Schmetterlingslarven des japanischen Schwalbenschwanzes sehen in den ersten vier Entwicklungsstadien ihres Lebens so aus wie Vogelkot. Die skurile Färbung verhilft ihnen zur Tarnung. Erst im fünften Stadium schalten sie auf Grün um.

Die Schmetterlingslarven des japanischen Schwalbenschwanzes ahmen in ihren ersten vier Entwicklungsstadien das Aussehen von Vogelkot nach, im fünften und letzten Stadium dagegen das von Blättern. Das Umschalten von weiß-schwarzer Vogelkotfärbung zu grüner Färbung der Außenhaut erfolgt durch das sogenannte Juvenilhormon. Das haben Ryo Futahashi und Haruhiko Fujiwara von der Universität in Tokio herausgefunden. Die Wissenschaftler berichten über ihre Entdeckung im Fachmagazin "Science" (Bd. 319, S. 1061).

Die Raupe des Schmetterlings Papilio xuthus vertraut nicht nur auf eine Tarnung: Nachdem sie geschlüpft ist, gibt sie sich zunächst als schwarz-weißer Vogeldreck aus und schmiegt sich auch schon mal an echte Hinterlassenschaften an, um den Tarneffekt noch zu verbessern. Die ersten vier Entwicklungszyklen behält sie dieses Aussehen bei. Erst in der fünften und letzten Phase als Raupe ändert sich ihr Erscheinungsbild zu dem eines grünen Blattes. Forscher vermuten dabei schon seit längerem eine Beteiligung des bei Schmetterlingen häufig vorkommenden Juvenilhormons. Dieses Hormon reguliert durch seine Menge, ob die Raupen sich nach einer Häutung wieder zu einer Raupe oder weiter zum Schmetterling entwickeln. Bewiesen werden konnte der Zusammenhang bis jetzt aber nicht.

Um diesen Beweis zu erbringen beobachteten Futahashi und Fujiwara Papilio-Raupen im vierten Stadium und konnten über den Zeitraum von 96 Stunden - so lange dauert die vierte Phase - ein deutliches Absinken des Juvenilhormonlevels feststellen. Um eine Verbindung von diesem Phänomen zur Veränderung der Hautfarbe der Raupen zu prüfen, injizierten sie den Tieren noch während der vierten Phase einen künstlichen Ersatz des Hormons. Je früher sie dabei den Fremdstoff zugaben, desto stärker ähnelte die Raupe im fünften Stadium wieder Vogelkot, statt die grüne Blattfärbung anzunehmen. Das Juvenilhormon hemmt oder fördert dabei die Herstellung verschiedener Proteine, die in Kombination entweder die schwarz-weiße oder die grüne Hautfärbung hervorbringen. Da es auf die Mischung ankommt, zeigten die mit dem künstlichen Hormon behandelten Raupen nachher zum Teil uneinheitlich gefärbte Außenhäute mit Vogelkotflecken auf grünem Grund.

DDP / DDP
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.