HOME

Tiere: Buckelwal-Bestand erholt sich

Dem Buckelwal geht es wieder besser: Durch die Einschränkung der Waljagd haben sich die Bestände erholt. Schlecht steht es nach neuesten Daten der Weltnaturschutzunion IUCN dagegen um viele Flussdelfine.

Die Buckelwal-Population hat sich in den vergangenen Jahren deutlich erholt. Die Weltnaturschutzunion IUCN, die den Wal lange auf der Roten Liste der gefährdeten Arten unter "vulnerable" (gefährdet) führte, stuft den Meeressäuger jetzt in die Kategorie "least concern" (geringste Bedrohung) ein.

"Dies ist ein großer Erfolg und zeigt ganz klar, was getan werden muss, damit diese Giganten der Ozeane überleben können", sagt Randall Reeves, Walexperte bei der IUCN. Der Bestand konnte sich erholen, weil die Jagd auf die Meeressäuger seit 1963 im Südpazifik, seit 1966 weltweit verboten ist. Der Plan der japanischen Walfangflotte, im vergangenen Jahr neben Zwerg- und Finnwalen auch 50 Buckelwale zu erlegen, stieß weltweit auf so starken Protest, dass die Japaner die Buckelwale in Ruhe ließen.

Flussdelfine enden als Beifang

Während sich der Bestand der Buckelwale erholt, sind die kleineren Verwandten, die in Flüssen und Küstenregionen leben, stärker bedroht. "Zu viele der kleinen Wale enden als Beifang. Das ist die Hauptbedrohung für diese Arten - und die Situation wird zunehmend dramatischer", so Reeves. Der in mexikanischen Gewässern heimische Golftümmler wird wohl als nächstes aussterben - der Chinesische Flussdelfin (Jangtse-Delfin) gilt inzwischen als ausgestorben.

Auch der Blau- und der Finnwal müssten weiterhin als bedroht angesehen werden. Die Tiere würden von Schiffen verletzt, vom Lärm aus ihrem Lebensraum vertrieben oder fänden keine Beute mehr.

In Gegenden, in denen der Bestand der Tiere besonders gefährdet sei, müsse der Fischfang entweder ganz verboten oder zumindest saisonal eingestellt werden, fordert die Experten der IUCN. Schutzprogramme, bei denen gefangene Tiere aus den Fischernetzen wieder befreit werden, gibt es den Angaben zufolge bislang nur in den USA, in Neuseeland und Australien.

DPA/bub / DPA
Themen in diesem Artikel