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Trend aus China: Petition gegen lebende Tiere als Schlüsselanhänger

Im Netz schockiert ein Modetrend aus China: Lebende Tiere werden in Plastiktüten in Form von Schlüsselanhängern verkauft. Eine internationale Petition versucht, die Tierquälerei zu stoppen.

In China ist es ein Trend: Schlüsselanhänger mit lebenden Kleintieren. Kleine Schildkröten, Goldfische oder doch lieber Salamander, eingeschlossen in kleine Plastiktüten und umgeben von etwas Wasser. Bei einigen chinesischen Händlern gibt es diese tierquälerischen Produkte zu kaufen.

Auf dem Internetportal Avaaz läuft seit dem 9. März eine Petition gegen diese schockierenden Accessoires und verbreitet sich zurzeit in sozialen Netzwerken. Mittlerweile hat die Petition mehr als 600.000 Unterzeichner und Unterstützer - und es werden minütlich mehr. Angestrebt wird das Ziel von einer Million Unterschriften.

"Abartig", "eklig", "traurig"

Aber nicht nur in China wird Kritik geübt. Alexander von den Driesch, Leiter der Aquarien im Stralsunder Ozeaneum erklärt: "Wir müssen nicht darüber sprechen, dass das gegen jegliche Regeln des deutschen Tierschutzes verstößt." Auch im Netz wird der Schlüsselanhänger Trend als "abartig", "eklig" oder "traurig" eingeordnet.

Auf Avaaz ist zwar zu lesen, dass die kleinen Tiere in den abgeschlossenen Beuteln bis zu zwei Monate überleben könnten. Das ist jedoch unwahrscheinlich. Aufgrund von Sauerstoffmangel dürften die Tiere relativ schnell sterben.

Allerdings ist es vollkommen offen, ob die Aktion Erfolg haben wird. Laut Avaaz soll die Petition über die Vereinten Nationen an die chinesische Regierung übergeben werden.

sibe