Umwelt Algenteppich gefährdet Great Barrier Reef

Ein mysteriöser Algenteppich bedeckt Teile des Great Barrier Reef vor der australischen Küste. Wissenschaftler sind besorgt über die möglichen Auswirkungen auf das empfindliche Ökosystem des Riffs.

Ein mysteriöser Algenteppich bedeckt Teile des Great Barrier Reef vor der australischen Küste. Wissenschaftler äußerten sich am Montag besorgt über die Ausbreitung der Algen und die möglichen Auswirkungen auf das empfindliche Ökosystem des größten Korallenriffs der Welt. Die Algen setzen sich nach Angaben der Experten auf lebenden und toten Korallen fest.

Die Algen seien vor der Küste von Cairns gesichtet worden, sagte die Meeresbiologin Britta Schaffelke. "Sie bedecken auf einigen Riffen ganze Gebiete." Da nur wenig über die seltene Algenart bekannt sei, machten sich die Experten Sorgen über die Folgen für das Wachstum der Korallen. Die Algen könnten ausgewachsene Korallen einhüllen und verhindern, dass sich neue Korallen entwickeln. Außerdem fürchten die Wissenschaftler, dass die Pflanzen die Erholung des Riffs nach einer so genannten Korallenbleiche beeinträchtigen könnten.

"Es ist sicher ein Indikator dafür, dass das Riff sich verändert", sagte Schaffelke. Der Ursprung der als "Golden Noodle" bezeichneten Alge ist nicht bekannt. Zum ersten Mal wurde sie in den 80er Jahren auf dem Great Barrier Reef entdeckt, verschwand aber schnell wieder, wie Schaffelke sagte. Im Jahr 1999 tauchte sie wieder auf.

"Ich habe so etwas noch nie zuvor gesehen“, sagte Schaffelke. "Ich muss sagen, es ist wirklich sehr rätselhaft." Das Great Barrier Reef, das von den Vereinten Nationen zum Weltkulturerbe erklärt wurde, besteht aus mehr als 2.600 einzelnen Riffen und 300 Inseln.


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