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Wetter 2009: Vier Monate zu kalt, acht Monate zu warm

Das Jahr 2009 war etwas zu warm - die Temperatur lag genau ein Grad über dem langjährigen Schnitt. Vor allem November und April fielen aus der Reihe. In die Top Ten der deutschlandweiten Messungen fällt das Jahr aber nicht.

Einmal mehr war ein Wetterjahr in Deutschland eher warm: 2009 lag mit einer Durchschnittstemperatur von 9,2 Grad genau ein Grad über dem langjährigen Schnitt. Dies teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Dienstag mit. Das langjährige Mittel der Jahre 1961 bis 1990 liegt bei lediglich 8,2 Grad. Wärmstes Jahr bleibt 2000 mit einem Durchschnitt von 9,9 Grad.

"2009 kam weder bei der Temperatur, noch beim Niederschlag oder der Sonnenscheindauer in die Top Ten seit Beginn deutschlandweiter Messungen 1901", betonte DWD-Pressesprecher Uwe Kirsche. "Das an Rekorden so reiche erste Jahrzehnt des neuen Jahrhunderts" klinge damit recht durchschnittlich aus. Die mittlere Temperatur basiert auf einer vorläufigen Auswertung der Ergebnisse von rund 2100 DWD-Messstationen. Die letzten Tage des Jahres können an dem Wert nichts Wesentliches mehr ändern.

Im April zu heiß, im November zu mild

Das Jahr im Schnelldurchlauf: 2009 brachte in Deutschland einen ausgeprägten Winter mit strengen Frösten im Januar und starken Schneefällen im Februar. Im Frühjahr folgte ein außergewöhnlich warmer und sonnenscheinreicher April. Der Sommer verlief zunächst sehr wechselhaft, später dann trocken und recht warm. Der Herbst begann mit Altweibersommerwetter, war danach aber niederschlagsreich und im Oktober etwas zu kalt. Im November war es dann deutlich zu mild. Auch der Dezember brachte anfangs milde und nasse Witterung, kurz vor Weihnachten kam dann eine kurze, aber intensive Kältewelle.

Die Klimatologen des DWD zählten im Jahr 2009 vier zu kalte Monate: Januar, Juni, Oktober und Dezember. Dem standen allerdings acht zu warme Monate gegenüber. Deutlich zu warm fielen der August, der November und besonders der April aus. Am 20. August, der fast deutschlandweit der heißeste Tag des Jahres war, kletterte das Quecksilber in Rahden-Varl in Nordrhein-Westfalen mit 37,8 Grad am höchsten. Die kälteste Nacht wurde am 6. Januar in Dippoldiswalde-Reinberg südlich von Dresden mit minus 27,7 Grad gemessen.

APD / APD
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