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Riskante Rettungsaktion: Stinktier verfängt sich in Coladose und macht Kanadier zum Internethelden

Der Kanadier Mike MacMillan befreite ein Stinktier, das mit dem Kopf in einer Coladose feststeckte. Die besonderen Umstände der Rettungsaktion machen ihn für viele zum Helden.

Stinktier steckt in Coladose fest

Missliche Lage: Das Faultier steckt mit dem Kopf in einer Coladose fest und kann sich nicht von selbst befreien

Der Kanadier Mike MacMillan war auf dem Weg zu einem Geschäftstermin, als ihm das in der Nähe seines Hauses auffiel: Sein Kopf steckte in einer Coladose fest, es lief aufgeregt die Straße auf und ab und versuchte, die Dose von seinem Kopf zu streifen.

Nicht nur das Stinktier hatte in diesem Moment ein Problem – auch Mike MacMillan selbst. Er war mit dem Bürgermeister seines Heimatstädtchens Orillia verabredet, trug seinen besten Anzug und musste sich nun die Frage stellen: helfen oder nicht helfen? Würde er das Tier seinem Schicksal überlassen, hätte er ein schlechtes Gewissen. Doch beim Versuch, die Dose vom Kopf des Tieres zu ziehen, könnte ihn das Tier mit stinkendem Sekret vollsprühen – und der Geschäftstermin müsste abgeblasen werden.

Als das Stinktier beinahe von einem anderen Auto überfahren wurde, wusste MacMillan, was zu tun war

"Ich habe das Stinktier gesehen und dachte zunächst nicht, dass ich ihm helfen könnte", erklärte MacMillan gegenüber der "Washington Post". "Dann kam ein anderes Auto und hat das Tier beinahe überfahren. Ich konnte das Tier so nicht zurücklassen."

MacMillan zog sein Smartphone aus der Tasche und filmte das Tier eine Weile. Falls der Rettungsversuch misslang, wollte er seiner Frau zumindest den Grund zeigen können, weshalb er so stank. Vorsichtig näherte er sich dem Pechvogel und versuchte, ihn zu beruhigen. "Stinktier", sagte er mit gedämpfter Stimme. "Bitte sprüh mich nicht an, bitte sprüh mich nicht an. Ich werde dir nicht weh tun. Komm hier her. Ich werde dir das von deinem Kopf ziehen. "

Als das Tier näher kam, packte MacMillan die Dose und zog daran. Das Stinktier schüttelte sich, krallte sich mit den Pfoten gegen den Asphalt und und stemmte sich mit voller Kraft dagegen. Der Kampf mit der Dose dauerte einige Sekunden, dann war das Stinktier aus seiner misslichen Lage befreit. Verdutzt harrte es einen kurzen Moment aus, drehte sich um und machte sich aus dem Staub – ohne MacMillan vollzusprühen.

Das knapp zweiminütige Video stellte er auf Youtube und schrieb darüber: "Die mutigste Sache, die ich jemals getan habe". Mit seiner Rettungsaktion scheint er einen Nerv getroffen zu haben. Über zwei Millionen Mal wurde des Video bereits angesehen und tausende Male kommentiert. "Das war nicht tapfer, das war großartig", schrieb ein User darunter. Und ein anderer: "Vergesst Hillary und Trump. Ich stimme für dich als Präsidenten."

ikr
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