Studie Alkohol schützt vor Rheuma


Zehn Gläschen in Ehren pro Woche verringern die Neigung zu entzündlichen Gelenkerkrankungen - das geht aus einer schwedische Studie hervor. Erstaunliche Erkenntnis: Ausgerechnet Raucher könnten besonders davon profitieren.

Alkohol schützt offenbar vor rheumatoider Arthritis. Der Konsum von mindestens drei alkoholischen Getränken pro Woche kann offenbar die Neigung für die entzündliche Gelenkerkrankung verringern, wie eine schwedische Studie zeigt. Ein erhöhtes Risiko haben etwa Raucher oder Menschen mit einer genetischen Veranlagung. In der Studie verglichen Forscher des Stockholmer Karolinska Institutes bei den Bewohnern einer schwedischen Region das Auftreten der Krankheit mit der Lebensführung.

Zusätzlich untersuchten sie bei Patienten sowie bei gesunden Kontrollpersonen die Erbanlagen auf genetische Risikofaktoren. Ab einem Maß von drei Getränken pro Woche senkte Alkohol die Erkrankungsneigung bei Rauchern oder Menschen mit genetischer Veranlagung, wie die Forscher auf einer Fachtagung in Barcelona berichteten.

Zehn solche Getränke pro Woche boten demnach eine noch stärkere Schutzwirkung. Tagungspräsident Tore Kvien mahnte allerdings zu Zurückhaltung im Umgang mit dem Resultat, das erst noch durch klinische Studien bestätigt werden müsse. Zudem sei angesichts der sozialen und medizinischen Probleme ein maßvoller Umgang mit Alkohol wichtig.


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