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U-Boot aus dem Zweiten Weltkrieg: Wissenschaftler entdecken Unterwasser-Flugzeugträger

Vor der Küste Hawaiis haben Wissenschaftler ein Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Das gewaltige Unterwasserfahrzeug war in der Lage, Ziele mit mehreren Flugzeugen anzugreifen.

Alexander Meyer-Thoene

Lange hatten Wissenschaftler danach gesucht, jetzt sind sie fündig geworden. Vor der Küste Hawaiis haben sie eines von drei verschollenen japanischen Mega-U-Booten entdeckt. Die "I-400" ist ein Mammut-Relikt aus einer vergangen Zeit. Schiffe dieser Klasse waren die mit Abstand größten U-Boote des Zweiten Weltkriegs. Das Wrack wurde in einer Tiefe von 700 Metern vor der Südwestküste der Insel O’ahu entdeckt. Expeditionsleiter Terry Kerby bestätigte auf der Webseite der University of Hawaii: "Die I-400 war das erste Schiff seiner Art von nur drei fertig gebauten Einheiten, deshalb ist es ein einzigartiges und historisch wichtiges Fundstück." Sein Team hatten das Wrack bereits im August 2013 geortet, die Entdeckung wurde jedoch erst jetzt, nach eingehender Untersuchung des Relikts, bekannt gegeben.

Die U-Boote der "Sen-Toku" Klasse waren Schiffe der Megalative, mit der Fähigkeit mehrere Bomber aufsteigen zu lassen, um das amerikanische Festland ins Visier zu nehmen. Mit einer Länge von mehr als 120 Metern und einer Reichweite von 60.000 Kilometern waren sie in der Lage, eineinhalb Mal um die Erde zu fahren, ohne nachtanken zu müssen. Eine Distanz, die bis heute kein konventionelles U-Boot zurücklegen kann.

"Strategischer Wandel in der Kriegsführung"

Neben den immensen Ausmaßen der Schiffe waren sie vor allem richtungsweisend für die ballistischen Atom-U-Boote des Kalten Krieges, denn sie waren die ersten Unterwasserfahrzeuge, die in der Lage waren, Luftschläge auszuführen. Ihre drei Wasserflugzeuge konnten bereits kurz nach dem Auftauchen durch Katapulte in die Luft befördert werden und jeweils eine 1800-Kilo-Bombe ins Ziel befördern. Wie so viele Geheimwaffen des Zweiten Weltkriegs kamen die Schiffe der "Sen-Toku" Klasse jedoch niemals zum Einsatz. Trotzdem bedeutete "die Erfindung der Luftschlag-Fähigkeit für Langstrecken-U-Boote einen strategischen Wandel in der Kriegsführung", sagt James Delgado von der National Oceanic and Atomspheric Administration auf der Webseite der University of Hawaii.

Der Ort, wo die "I-400" auf dem Meeresboden ihre letzte Ruhe fand, war lange ein Mysterium. "Wir näherten uns etwas, das auf unserem Sonar einem großen Wrack ähnelte. Es war ein spannender Moment, als ein riesiges U-Boot aus der Dunkelheit auftauchte."

Seit 1946 galt das Schiff als verschollen. Die US-Streitkräfte hattes es nach dem Zweiten Weltkrieg nach Pearl Harbour zur Inspektion gebracht. Daraufhin forderte die Sowjetunion Zugang zu dem Unterwasserfahrzeug. Angesichts wachsender Spannungen mit dem Rivalen wollten die USA um jeden Preis verhindern, dass die Technologie in Fremde Hände gerät. Deshalb torpedierten sie 1946 die "I-400" vor der Küste Hawaiis und gaben an, keine Informationen über den Verbleib zu haben.

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.