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Zeichentrick-Clip: Der süßeste Weihnachtsspot des Jahres

Ein britisches Werbevideo eröffnet das Rennen um das meist geklickte Weihnachtsvideo: Wegen des Winterschlafs verpasst ein Bär stets die heilige Nacht. Freund Hase will das nicht länger hinnehmen.

Sind Sie trotz allgegenwärtigem Glühweinduft und "Last Christmas"-Dauerschleifen im Radio noch nicht in Weihnachtsstimmung? Dann sei Ihnen ein britischer Weihnachtsspot ans Herz gelegt: In einer Szenerie, die an die Romantik des Zeichentrickklassikers "Unten am Fluss" erinnert, erzählt das Video der Kaufhauskette John Lewis die Geschichte einer herzzerreißenden Waldtierweihnacht.

Eine bunte Gruppe von Tieren, Füchse, Hasen, Eulen, bereitet sich mit Hingabe auf Weihnachten vor und sammelt Früchte als Schmuck für den Weihnachtsbaum. Nur einer freut sich gar nicht: Den großen Braunbären überfällt - wie jedes Jahr - die Müdigkeit, sobald die erste Schneeflocke vom Himmel fällt. Er ist sichtlich genervt von Weihnachten, aber nicht von Glühweinduft und "Last Christmas", sondern davon, dass er das Fest aufgrund seines Winterschlafs auch dieses Jahr wieder verpassen wird. Auch sein Kumpel Hase findet den Winterschlaf des Bären richtig doof. Doch gegen die Natur sind selbst die niedlichsten Zeichentrickfiguren machtlos, so scheint es. Der Bär macht sich auf zu seiner Höhle, in der er die nächsten Wochen verbringen soll.

Der Hase will die Ungerechtigkeit nicht hinnehmen. Wenige Tage vor Heiligabend schleicht er sich zum Bären und legt ihm ein Geschenk vor den Höhleneingang. Endlich ist Weihnachten da und die Tiere sind schon auf den Beinen, bevor die Sonne über den Horizont kommt, um nach britischer Tradition am Morgen des ersten Weihnachtstages freudig ihre Päckchen zu öffnen. Nur einer hat wieder schlechte Laune: der Hase. Doch seine hängenden Löffel ziehen sich schlagartig nach oben, als mit dem Licht der Sonne auch der freudestrahlende Bär auftaucht. Der wurde aber nicht etwa, wie die Hirten auf dem Felde, von Engeln geweckt: In dem Päckchen, das er vom Hasen bekommen hatte, war ein Wecker. Unterstützt wird die herzerwärmende Geschichte von Lily Allen, die im Hintergrund mit einer weichen Coverversion von "Somewhere only we know" zu hören ist.

Sie haben nach dem abschließenden Slogan "Schenken Sie jemandem ein Weihnachtsfest, das dieser nie mehr vergessen wird" noch immer keine Tränen der Rührung in den Augen stehen? Dann sollten Sie entweder (noch) einen Glühwein trinken oder sich sämtliche John-Lewis-Weihnachtsvideos der vergangenen Jahre ansehen. Die Kaufhauskette ist bekannt für die vorweihnachtlichen 90-Sekunden-Clips, die vor schneeweißer Romantik, strahlenden Kinderaugen und Happy Ends nur so sprühen. Das diesjährige Video wurde auf Youtube schon mehr als acht Millionen Mal gesehen.

juho
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?