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Zeitungsbericht Noch ein Misshandlungsvorwurf gegen Mixa


Der Kreis der ehemaligen Heimkinder, die dem Augsburger Bischof Walter Mixa körperliche Gewalt vorwerfen, wird einem Zeitungsbericht zufolge größer. Eine Frau bestätigte die von drei Frauen und zwei Männern erhobene Anschuldigung, Mixa habe als Pfarrer in den siebziger und achtziger Jahren im Kinder- und Jugendhilfezentrum St. Josef mehrere Kinder geschlagen.

Gegen den Augsburger Bischof Walter Mixa ist ein weiterer Misshandlungsvorwurf laut geworden. Die Zahl der eidesstattlichen Erklärungen mit Vorwürfen gegen Mixa habe sich damit auf sechs erhöht, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Inzwischen erklärten vier Frauen und zwei Männer, Mixa habe in den 70er und 80er Jahren als Stadtpfarrer von Schrobenhausen bei Augsburg mehrere Kinder geschlagen.

"Er hat mich mit voller Wucht ins Gesicht geschlagen", zitierte die Zeitung aus einer eidesstattlichen Versicherung einer heute 47-Jährigen, die dem Bericht zufolge zwischen 1968 und 1977 in einem Schrobenhausener Kinderheim lebte. Dort hätten Kinder zudem stundenlang Mixas Auto putzen müssen.

Das Bistum Augsburg hatte die gegen Mixa erhobenen Vorwürfe am Mittwoch zurückgewiesen. "Bischof Mixa hat zu keinem Zeitpunkt und in keiner seiner Funktionen Kinder misshandelt", erklärte Mixas Sprecherin Kathi Marie Ulrich.

Die zitierten Frauen und zwei Männer sind laut "SZ" heute zwischen 41 und 48 Jahre alt. Mixa war ab 1975 Stadtpfarrer in Schrobenhausen, später auch Dekan. Auch Nonnen sollen den Schilderungen mutmaßlicher Opfer zufolge in dem Heim Kinder geschlagen haben, wie die Zeitung berichtet.

APN/AFP

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