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Zielscheibe Bush: Wenn Schuhewerfen zur Aktionskunst wird

Solidaritätsaktion für Montasser al Saidi: Die Besucher einer Galerie im US-Staat Oregon können seit Kurzem dem zu Weltruhm gelangten irakischen Schuhwerfer nacheifern und Bush mit ausgedienten Tretern traktieren. Auch die 91 Jahre alte Marjorie Mather ließ es sich nehmen, den scheidenden US-Präsidenten als Zielscheibe zu benutzen.

Die Besucher der MAda Shell Gallery in Ashland, Oregon, können jetzt Schuhe auf George W. Bush werfen und mit dem Gefühl nach Hause gehen, einen Beitrag zur Kunst geleistet zu haben. Die Schuhe, die auf ein 2,40 Meter hohes Bild des scheidenden US-Präsidenten geschleudert werden, sind an der Sohle mit frischer roter Farbe überzogen, so dass sie einen bleibenden Abdruck hinterlassen.

Der erste Teilnehmer an der Aktion war der städtische Abgeordnete Eric Navickas, der die Galerie zusammen mit Amy Godard eröffnet hat. Jeder Wurf kostet einen Dollar, wobei neben Halbschuhen und Sandalen auch Stiefel bereitgestellt werden. Mit den Einnahmen will die Galerie künftige Ausstellungen finanzieren.

Godard sagte, die Aktion sei eine Solidaritätserklärung für Montasser al Saidi, dem irakischen Journalisten, der bei Bushs Abschiedsbesuch in Bagdad zwei Schuhe auf den US-Präsidenten geworfen hatte. Bush konnte sich dabei rechtzeitig wegducken. Nach dem handgreiflichen Protest am 14. Dezember vergangenen Jahres wurde der Journalist verhaftet.

Zu den Teilnehmern der Aktion in Oregon gehörte auch die 91 Jahre alte Marjorie Mather. "Wow, ich wusste nicht, dass dies so viel Spaß macht", sagte sie nach ihrem Wurf auf das Bild des Präsidenten.

AP / AP
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