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Hannover: Erzieher gesteht hundertfachen Kindesmissbrauch

Ein 32-jähriger Erzieher einer Tagesstätte in Hannover hat gestanden, sich mehr als 100 Mal an Kindern vergangen zu haben. Das ganze Ausmaß der taten sei laut Polizei noch nicht absehbar.

Mehr als 100 Fälle von Kindesmissbrauch hat ein 32-jähriger Erzieher einer Kindertagesstätte in Hannover gestanden. Bis zum Samstag ging die Polizei von fünf Opfern, Mädchen und Jungen, im Alter von sechs bis acht Jahren aus. Zu Vergewaltigungen sei es nicht gekommen, erklärte Polizeisprecher Lothar Zierke. Das ganze Ausmaß der Taten sei noch nicht absehbar. Zunächst müssten die von dem Mann in der Vergangenheit betreuten Kinder unter Mitwirkung von Psychologen befragt werden.

Festnahme nach anonymer Anzeige

Nach dem Geständnis des Erziehers fing er 2002 mit den Missbrauchshandlungen an. Laut Zierke wurde der Mann bereits am Donnerstag auf Grund einer anonymen Anzeige vom Mittwoch festgenommen. Nachdem er in ersten Vernehmungen zahlreiche Taten eingeräumt hatte, erging noch am selben Tag Haftbefehl. Der 32-Jährige war nach Angaben Zierkes bisher polizeilich noch überhaupt nicht in Erscheinung getreten.

Am Montag will die Polizei zusammen mit Psychologen mit einer Befragung aller Kinder beginnen. "Es ist schwer zu verstehen, dass sich keines der betroffenen Kinder in den vergangenen Jahren offenbart hat", sagte ein Polizeisprecher.

AP/DPA / AP / DPA
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