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Vor der Parlamentswahl : Polen erwartet einen Machtwechsel

Noch vor dem Urnengang scheint das Resultat bereits festzustehen: Die PiS kann sich scheinbar eines Vorsprungs sicher sein. Dies würde eine Niederlage für die Partei der amtierenden Ministerpräsidentin bedeuten.

Polnische Bürgerin vor einem Wahlkampf-Plakat der liberalen Bürgerplattform (PO) von Ministerpräsidentin Ewa Kopacz

Bei der anstehenden Parlamentswahl in Polen scheint die liberale Bürgerplattform (PO) von Ministerpräsidentin Ewa Kopacz auf verlorenem Posten zu kämpfen

Die Polen wählen am Sonntag ein neues Parlament. Nach letzten Umfragen vom Freitag deutet dabei alles auf einen Sieg der oppositionellen nationalkonservativen Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) des ehemaligen Ministerpräsidenten Jaroslaw Kaczynski hin. Sie lag mindestens zehn Prozentpunkte vor der liberalen Bürgerplattform (PO) von Ministerpräsidentin Ewa Kopacz, die nur 24 bis 28 Prozent erreichte. Die PiS tritt mit Beata Szydlo als Spitzenkandidatin an. Auch wenn die europaskeptische PiS wohl keine absolute Mehrheit erhält, dürfte sie leicht Verbündete zur Bildung einer Regierung finden. Zur absoluten Mehrheit werden 231 der 460 Abgeordnetenmandate benötigt.

Am Sonntag sind mehr als 30 Millionen Menschen zur Wahl aufgerufen. Die Wahllokale sind von 07.00 Uhr bis 21.00 Uhr geöffnet. Erste offizielle Ergebnisse werden für Montag erwartet, Angaben zur Mandatsverteilung am Dienstag.

lst/ DPA/ AFP