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Internetbetrüger: Polizei will Strommast stürmen

Seit Tagen verschanzt sich ein verurteilter Internetbetrüger in Sachsen-Anhalt auf einem 22 Metern hohen Strommast. Jetzt reicht's der Polizei. Sie will den Mann aus seinem Baumhaus holen um ihn in den Knast zu stecken.

Der auf einen Antennenmast geflüchtete Internetbetrüger aus Sachsen-Anhalt darf nicht endlos in seinem Baumhaus ausharren. Die Polizei bereitet derzeit verschiedene Szenarien vor, um den 45-Jährigen spätestens zum Haftantritt in der kommenden Woche aus seiner 22 Meter hoch gelegenen Behausung in Zörbig herunterzuholen. Vor fünf Tagen war der Mann aus Protest gegen seine Verurteilung durch mehrere Gerichte dort eingezogen.

"Wenn der Mann seine Strafe nicht freiwillig antritt, wird es einen Haftbefehl geben, und dann können wir handeln", sagte ein Polizeisprecher. Stichtag sei der 1. März, an diesem Tag muss der Mann seine Gefängnisstrafe von 15 Monaten antreten.

Der fünffache Familienvater war auf den Mast geklettert, um eine Neuauflage seines Prozesses zu erzwingen. Er wurde von mehreren Gerichtsinstanzen wegen Internetbetruges verurteilt, fühlt sich aber von der Justiz unfair behandelt. Deshalb hatte der Amateurfunker bereits vor längerer Zeit das Baumhaus auf dem Mast eingerichtet, in dem er nun schon seit mehreren Tagen ausharrt. Ausgerüstet ist er mit Decken, Dosennahrung, Mobiltelefon und Autobatterie zur Stromversorgung.

DPA / DPA
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