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TAG DES BIERES: Keine Biernot

Bier her...

Es gibt kein Bier auf Hawaii. Deutschland dagegen ist schön. Egal, ob nördlich oder südlich des Weißwurstäquators, ganz gleich, ob bei den Hamburgischen, Berlinerischen oder Rheinländischen Saupreußen: Das Malzgesöff fließt in rauen Mengen. Grund genug für den Deutschen Brauerbund, auch dieses Jahr wieder zu feiern: Den Tag des Bieres. Da wird nicht nur einfach Malz, Hefe, Hopfen und Wasser, nein, hier wird das gefeiert, was uns Deutschen nach Abzug von Birne Kohl, Wirtschaftswachstum und Effenberg noch bleibt. Unser Reinheitsgebot.

...oder ich fall' um!

Wie tief verwurzelt der Bierwahn in unseren Landen ist, zeigt, dass dieses Jahr wieder echte Speerspitzen der deutschen Kulturlandschaft zu Bierbotschafter ernannt wurden. Manuel Andrack, Biertrinker auf Harald Schmidts tägliches Geheiß, und Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt - stellen Sie sich das mal mit Schleyer vor - tragen die Message des Trägemachers in die Welt. Überhaupt: Bier ist gar nix Tolles. Schon Ernst Jünger wusste, dass der deutschen Volksseele ein Glas Wein besser tun würde: Inspiration statt Gemütlichkeit, Weisheit statt dröger Blicke. Soldaten schaffen es laut Jünger nicht mal mehr aus dem Graben, wenn sie ein Maß genossen haben. Hätte er das mal früher gesagt! Uns soll's egal sein, ob Bier gleichgültig macht: Prost!

Christoph M. Schwarzer

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