Grafenwöhr

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Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD)

Pistorius: US-Truppenpräsenz in Europa bleibt in beidseitigem Interesse

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat mit Blick auf den von US-Präsident Donald Trump angekündigten Truppenabzug das beidseitige Interesse an der weiteren Stationierung des US-Militärs betont. "Die Präsenz amerikanischer Soldaten in Europa und besonders in Deutschland ist in unserem Interesse und im Interesse der USA", sagte Pistorius laut Angaben des Verteidigungsministeriums in Berlin vom Samstagmorgen.
Kanzler Merz bei Besuch des Deutschen Heeres

Trump droht mit Truppenabzug: Bundesregierung demonstrativ gelassen

Die Bundesregierung hat mit demonstrativer Gelassenheit auf die Drohungen von US-Präsident Donald Trump reagiert, US-Truppen aus Deutschland abziehen zu wollen. Kanzler Friedrich Merz und Außenminister Johann Wadephul (CDU) verwiesen am Donnerstag auf gemeinsame Interessen und die strategische Bedeutung der US-Militärbasen in Deutschland. Ähnlich äußerte sich die SPD. Die Opposition warf Merz vor, mit "unbedachten" Äußerungen Trump gegen Deutschland aufzubringen. 
Merz (l.) und Trump im März im Weißen Haus

Trump erwägt Reduzierung der US-Truppenstärke in Deutschland - Merz beschwört Gemeinsamkeiten

Nach einem Streit mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) über den Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump eine Reduzierung der US-Truppenstärke in Deutschland angedroht. "Die USA prüfen und evaluieren derzeit eine mögliche Verringerung der Truppenpräsenz in Deutschland", erklärte Trump am Mittwoch (Ortszeit) in seinem Onlinedienst Truth Social. Merz betonte daraufhin am Donnerstag die Bedeutung der Zusammenarbeit mit den USA: Ihm liege "diese transatlantische Partnerschaft besonders am Herzen", sagte der Kanzler bei einem Heeresbesuch in Munster. 
Video: Weißwürste für die NATO-Ostflanke

Video Weißwürste für die NATO-Ostflanke

STORY: Markus Söder hat am Freitag US-Soldaten auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr in der Oberpfalz besucht. Der bayerische Ministerpräsident hatte den Besuch jüngst zusätzlich stationierter Soldaten Anfang des Monats angekündigt. In Grafenwöhr werden unter anderem Truppen ausgebildet, die die NATO-Ostflanke verstärken sollen. Man freue sich sehr, dass amerikanische Soldaten verstärkt nach Europa kämen, sagte Söder, speziell nach Bayern. Jeder US-Soldat auf bayerischem Boden sorge für Sicherheit. Der Auftrag des deutschen Militärs müsse sich ändern, sagte Söder. Die Abschaffung der Wehrpflicht nannte er einen Fehler. "Es wurde ja vor vielen Jahren entschieden, dass Bündnis- und Landesverteidigung nicht der primäre Auftrag mehr ist oder er wurde jedenfalls nicht so definiert, sondern man hat eine Einsatzarmee gehabt, die insgesamt in der Welt unterwegs war. Der Auftrag ändert sich. Und wenn sich der Auftrag ändert, muss sich auch die Struktur ändern. Mit der Abschaffung der Wehrpflicht war damals übrigens nicht nur eine Veränderung der Struktur, sondern auch der größte Einschnitt der Finanzierung damals der Fall." "Die NATO ist kein Militärbündnis, die NATO ist ein Wertebündnis. Wir teilen unsere Werte." Zur Veranschaulichung der gemeinsamen Werte gab es für die US-Soldatinnen und Soldaten am Vormittag ein Weißwurstfrühstück, Söder persönlich teilte aus. Statt dem obligatorischen Weißbier müsse es allerdings bei Softdrinks bleiben, entschuldigte sich Söder, die Generäle verstünden da keinen Spaß.