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Missglückte Schießübung in Grafenwöhr US-Soldaten feuern auf Berufsschule


Bei einer Schießübung auf dem Truppenübungsplatz in Grafenwöhr haben US-Soldaten irrtümlich eine Berufsschule und ein Wohnhaus in der Nachbarschaft getroffen. Die beiden Gebäude befanden sich fast fünf Kilometer von den ursprünglichen Zielen entfernt.

Peinlicher Zwischenfall auf dem US-Truppenübungsplatz Grafenwöhr: Die US-Armee hat bei einer missglückten Schießübung auch eine Berufsschule und ein Wohnhaus in der Nachbarschaft des Oberpfälzer Militärareals getroffen. Menschen wurden nach Angaben der US-Army und der deutschen Polizei vom Montag nicht verletzt.

Bereits vor zehn Jahren hatten zwei fehlgeleitete Panzergranaten aus Grafenwöhr eine Grundschule im benachbarten Kirchenthumbach getroffen. Am vergangenen Freitagnachmittag gab es, wie erst jetzt bekannt wurde, eine ähnliche Panne: Das Geschütz eines Geländefahrzeugs feuerte Munition vom Kaliber 12,7 Millimeter ab. Als Ziele wurden zwei Truppengebäude, eine Sporthalle der Militärs, eine Fahrzeughalle und zwei Fahrzeuge auf dem Übungsplatz anvisiert

Doch die Geschosse schlugen auch in fast fünf Kilometer Entfernung in der Stadt Grafenwöhr ein. Dort wurde neben der Schule und einem Einfamilienhaus auch eine Garage getroffen. Bei der Berufsschule wurde eine Scheibe an einer Tür zertrümmert. Da allerdings bereits Schulschluss war, wurde niemand gefährdet.

"So eine Patrone kann sieben Kilometer weit fliegen", erklärte Armeesprecherin Susanne Bartsch. Sie betonte, dass der erneute Zwischenfall genau untersucht werde. "Die ganzen Sicherheitsbestimmungen werden überprüft."

Grafenwöhr ist der größte Truppenübungsplatz der US-Armee in Europa.

kng/DPA DPA

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