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Gipfelkreuz: Bayer ersetzen kaputtes Gipfelkreuz – Instagrammer nutzen es zum Posieren

Zwei Bayer haben ein neues Kreuz auf dem Zwölferspitz errichtet, allerdings wird es nicht so genutzt wie geplant – denn Instagrammer haben das Kreuz für sich entdeckt. 

Vor zwei Jahren hatten die zwei Freunde Fo Hagl und David Schneider aus Grassau in Bayern eine Idee: Nachdem das Gipfelkreuz auf dem Zwölferspitz von einem Blitz zerstört worden war, beschlossen sie, ein neues zu errichten. "Wir haben bis tief in die Nacht an dem Kreuz gearbeitet und es dann vom Hochgernparkplatz aus auf der Schulter raufgetragen", schreibt einer der beiden, Flo Hagl, auf Facebook. Das Kreuz sei 85 Kilo schwer gewesen, zusätzlich habe jeder 30 Kilo Zement und Werkzeug im Rucksack gehabt. Um das Kreuz zu zementieren, mussten sie zwei Tage lang insgesamt 40 Liter Wasser von der Mooralm holen und zum Kreuz tragen. Die Aktion habe "Kraft, Schweiß, Blut und Blutergüsse an den Schultern" gekostet. 

Servus Leute, aus gegebenen Anlass a kurze Info, Bitte lests as eich durch und jeder wirklich jeder darfs und solls...

Gepostet von Flo Hagl am Montag, 25. November 2019

Mittlerweile hat das Kreuz für Flo eine doppelte Bedeutung: Er hat es im Nachhinein seinem mittlerweile verstorbenen Opa gewidmet. Nun aber mussten die Freunde feststellen, dass ihr Kreuz zweckentfremdet wird.

An die Instagrammer: "Wenn ihr spielen wollt, geht auf einen Kinderspielplatz"

"Es gibt leider Gottes so ignorante Leute, die nichts Besseres zu tun haben, als auf das Kreuz zu klettern, sich drauf zu stellen oder kopfüber dranzuhängen und das ganz stolz auf Instagram zu posten", schreibt Flo und fügt hinzu: "Leute, wir haben das nicht für euch gemacht, damit ihr euch dranhängt. Wenn ihr spielen wollt, geht auf einen Kinderspielplatz oder in einen Märchenpark und macht euch nicht die Mühe, den Stolz und die Freude derjenigen, die sich Arbeit machen, mit solch Scheiß-Aktionen kaputt zu machen."

Am Ende seiner Nachricht bittet er darum, diese zu teilen – schließlich werde sonst ja auch "jeder Mist geteilt". Seine Bitte und seine Wut stoßen auf Facebook auf großes Verständnis. Mittlerweile hat sich der Beitrag mehr als 30.000 Mal geteilt. 

"Es geht uns nicht nur um unser Kreuz, das wir schützen wollen. Diese Kletterei auf Kreuzen findet man überall. Wir empfinden das aber als sehr respektlos", erklärt David Schneider. "Genauso wie fast 30.000 andere wohl auch."

Quelle: Facebook/ Flo Hagl  

ame
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