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Horrende Handykosten: Urlauber verschickte Reisefotos per Smartphone – das kostet ihn 1500 Euro

Ein Kreuzfahrtreisender sendete einige Bilder seiner Tour an Freunde und Familie. Kurz nach seinem Trip erhielt er die Rechnung seines Mobilfunkanbieters – da traf ihn fast der Schlag.

Explodierende Handykosten: Mobilfunk auf hoher See kann teuer werden

Handykosten an Board der AIDA: Eine Telefonminute kostet 2,01 Euro nach Deutschland, eine SMS 0,99 Euro

Getty Images

Eine entspannte viertägige Kreuzfahrt von Hamburg über Amsterdam nach London wollte ein Urlauber verbringen, wie zuerst das Portal reisereporter.de berichtete. Währenddessen verschickte er einige Fotos der Reise an Familie und Freunde. Als er anschließend seine Handyrechnung einsah, war er "kurz vorm Sauerstoffzelt“, wie er dem Reiseportal berichtete.

Er wähnte sich während der Reise auf EU-Gebiet und dachte, dass er entweder ins deutsche oder ins niederländische Handynetz eingeloggt sei, da die befahrenen Gewässer ja jeweils zu diesen Hoheitsgebieten gehören. Die Roaming-Regeln besagen, dass es für die Handynutzung jeweils festgesetzte Preisobergrenzen im gesamten EU-Raum gibt. Hinweise seines Handyanbieters, dass er nicht mehr unter die europäischen Roaming-Regeln falle, bekam er nicht.

Doch genau das war geschehen. Auf Kreuzfahrtschiffen gibt es so gut wie nie normalen Handyempfang zu Mobilfunknetzen. Nutzt man ein Handy, loggt sich dieses, wenn keine speziellen Vorkehrungen getroffen wurden, automatisch in das Mobilfunknetz des Kreuzfahrtschiffes ein.

Allein die Handykosten für die Datennutzung betrugen 1500 Euro

So auch bei dem Urlauber geschehen. An Gebühren nimmt der Kreuzfahrtanbieter AIDA 2,50 Euro pro 100 Kilobyte. 100 Kilobyte entsprechen etwa einem sehr schwach aufgelösten Minifoto. Eine Telefonminute kostet 2,01 Euro nach Deutschland, eine SMS 0,99 Euro. Insgesamt soll ihn die reine Datennutzung 1200 Euro kosten. Hinzu kamen Kosten fürs Telefonieren sowie SMS.

Sämtliche Beschwerden dagegen seien ins Leere gelaufen, wie reisereporter.de berichtet. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen hält die geforderte Gesamtsumme in Höhe von 1500 Euro dennoch für rechtswidrig: "Der Mobilfunkanbieter hat gegenüber den Kunden eine Fürsorgepflicht. In Info-SMS müssen diese darüber informiert werden, welche Kosten entstehen.“

Dem Urlauber bleibt nur zu wünschen, dass sich vielleicht mit Unterstützung der Verbraucherzentrale die Rechnung noch zu seinen Gunsten verändern lässt. Alle Kreuzfahrtreisende sollten sich in jedem Fall vor der Reise genauestens mit den Mobilfunkkosten an Board vertraut machen.

Quellen: reisereporter.de

Die Aidaprima fährt in den Hamburger Hafen ein.
km
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