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Icehotel in Jukkasjärvi: Schlafen in klirrender Kälte: Europas coolstes Hotel

Noch steht es im hohen Norden Schwedens: das vergängliche Icehotel. Doch schon bald schmilzt die Luxus-Unterkunft am Polarkreis, wenn die Frühlingssonne ihre Kraft auch in Lappland entfaltet.

Eishotel

Holzweg statt roter Teppich: Teile des Icehotel bei dem schwedischen Dorf Jukkasjärvi in der Nähe von Kiruna existieren wegen der Temperaturen nur von Dezember bis April.

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Es gibt viele temporäre Eishotels, die meist den Winter über als Iglu existieren, wo es hinreichend kalt bleibt und ausgiebig Schnee fällt. Aber nur eines ist inzwischen zu einer Dauereinrichtung geworden, das seit 1989 erstmals aus Eisblöcken erbaute Icehotel.

Die ungewöhnliche Unterkunft liegt ungefähr 200 Kilometer nördlich des Polarkreises in Schweden bei dem Dorf Jukkasjärvi, ganz in der Nähe der Stadt Kiruna, die auch über einen Flughafen verfügt, auf dem regelmäßig SAS-Linienflüge aus Stockholm landen.

Die Gäste des Icehotels können in Zimmern übernachten, die aus Eisblöcken mit Wasser aus dem benachbarten Fluss Torne gebaut wurden. Auch das Mobiliar besteht aus Eis, inklusive der Bettkästen. Die Raumtemperatur beträgt ungefähr fünf Grad unter Null. Deshalb schläft man auf dicken Carpe Diem Betten und Rentierfellen als Unterlage und kuschelt sich in Daunenschlafsäcke.

Verschiedene Künstler gestalten das Interieur der Anlage, das mit jeder Neuauflage des Icehotels im Dezember wechselt. Neben den kühlen Räumen werden auch "warm rooms", sogenannte "Kaamos" angeboten, die eher Zimmern eines Designhotels entsprechen und deren Wände nicht aus Eis, sondern aus Holz bestehen und über bodentiefe Fenster verfügen.

Im Winter Polarlichter beobachten

Doch nicht alle Zimmer schmelzen im Frühjahr und Sommer dahin. Man kann in dem größten Eishotel der Welt teilweise das ganze Jahr absteigen. Denn während des Sommers werden Teile des Icehotels durch Sonnenenergie aus der Mitternachtssonne kühl gehalten und mit einer Rasenschicht als Isloation bedeckt.

In den Wintermonaten können die Gäste tagsüber verschiedene Ausflüge mit Motor- oder Hundeschlitten unternehmen, auf Rentiersafari gehen und mit etwas Glück in der Dunkelheit das Phänomen des Nordlichtes erleben.

Abends geht es an die Bar, an die Icebar. Vom Tresen bis zu den Gläsern - alles ist aus dem Material Eis gefertigt. Kurz vor der großen Frühlingschmelze lassen sich mit dem Eis aus dem Fluss noch einmal edle Cocktails mixen. Der Barchef Fredrik Minnhagen betont, dass das zum Cocktailmixen verwendete Eis dasselbe ist, das auch zum Bau der Iglus verwendet wurde.

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