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Polarlichter: Magischer Sonnenzauber am arktischen Nachthimmel

Das Farbenspiel findet nur im hohen Norden statt: Polarlichter bringen in klaren und eiskalten Nächten den Himmel zum Leuchten. Bernd Römmelt fängt das Naturphänomen seit 20 Jahren mit der Kamera ein. Wir zeigen seine schönsten Fotos.

Polarlichter

Eine perfekte Nordlichtspirale im winterlichen hohen Norden über den verschneiten Bergen der Brooks Range in Nordalaska

Seine Arbeitsbedingungen sind hart: Bernd Römmelt arbeitet nachts, im Winter und in den abgelegensten Regionen der Erde. Um das Phänomen Nordlicht zu dokumentieren, reiste der Fotograf in den vergangenen zwei Jahrzehnten immer wieder nach Norden, nach Alaska, Kanada, Grönland, Island und Skandinavien. Bei seinen Aufnahmen hatte er mit Eiseskälte, Wind und Müdigkeit zu kämpfen.

"Seit meiner ersten Polarlichtnacht im hohen Norden Alaskas habe ich unzählige weitere ähnliche Nächte erlebt. Die meisten waren wunderschön und sagenhaft, aber auch anstrengend und nervenaufreibend“, erinnert sich der Münchner Fotograf. "Sie waren magisch, weil oft der ganze Himmel in Bewegung geriet, weil die Lichter Formen und Farben annahmen, die man sich kaum vorstellen kann, weil die dunkle Polarnacht plötzlich taghell wurde."

Oft versagten in der Kälte die Akkus seiner Kamera. Doch wer einmal Polarlichter live in freier Wildbahn erlebt hat, kann verstehen, dass das Naturschauspiel einen hohes Suchtpotential hat. "Ich bin ein Polarlichtsüchtiger geworden“ sagt Römmelt über sich selbst.

Im Internet verfolgt er fast täglich die aktuellen Meldungen über Polarlichter, informiert sich über Sonnenwinde, Sonnenstürme und Sonneneruptionen, die das Himmelsphänomen beeinflussen und seine Reisen bestimmen.

150 Bilder von Polarlichtern

Mit seinen Aufnahmen hat der Natur-, Reise- und Bergfotograf bereits zahlreiche Preise gewonnen und mehr als 30 Bildbände veröffentlicht. Seine besten Fotos von Nordlichtern hat er jetzt im Knesebeck Verlag unter dem Titel "Polarlichter – Sonnenzauber am Nachthimmel" veröffentlicht. 

Neben den 150 Bildern, die zu den eindrucksvollsten Fotos von Polarlichtern überhaupt gehören, erklärt die Astrophysikerin Felicitas Mokler in mehreren Textbeiträgen den Mythos Polarlicht. Wie entsteht das Farbenspiel in der dunklen Polarnacht, wenn die Lichtschleier am Himmel zu tanzen beginnen? Ein Phänomen, das die Menschheit im hohen Norden seit Jahrhunderten bewegt.

Und wie fotografiert man Nordlichter am besten? In einem Text am Ende des Buches gibt Römmelt praktische Tipps für engagierte Fotografen und Touristen, die wegen Aurora Borealis, wie die Nordlichter auch genannt werden, extra in den Norden reisen.

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tib

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