HOME

Im Bann des Nordens: Faszination Arktis: Wo die Winter noch knackig kalt sind

Nordlichter in Grönland oder herbstliche Tundra, kuschelnde Eisbären oder Braunbären in Russland - der Fotograf Bernd Römmelt kennt die Arktis wie seine Westentasche. Und keiner kann die Vielfalt des Nordens besser im Bild festhalten.

Gegen 20 Uhr lichteten sich die Wolken über Tasiilaq in Grönland für wenige Minuten. Zeit genug, um ein spektakuläres Nordlicht über dem kleinen Ort beobachten zu können.

Gegen 20 Uhr lichteten sich die Wolken über Tasiilaq in Grönland für wenige Minuten. Zeit genug, um ein spektakuläres Nordlicht über dem kleinen Ort beobachten zu können.

"Er ist von der gebissen", so lautet der Ausspruch für alle jene Menschen, deren ganze Leidenschaft die Landschaften des hohen Nordens sind. Egal ob Wissenschaftler, Polarforscher, Tourist oder Fotograf. Kaum eine andere Region bietet so unvergleichliche Natur und ein so einzigartiges Tierleben wie die Arktis. Die Sommer sind kurz, die Winter dagegen ungeheuer lang und nicht nur dunkel.

"Arctis beaten", diese Bezeichnung trifft auch Bernd Römmelt zu. Seit mehr als 20 Jahren bereist der Münchner Fotograf die Regionen der Nordhalbkugel, darunter Island, Alaska Grönland und die skandinavischen Länder.

Seine Fotoexpeditionen führten ihn zum Dempster Highway im Norden Kanadas, zum Yukon Quest, dem härtesten Hundeschlittenrennen der Welt, das über rund 1000 Meilen durch und Kanada zwischen Fairbanks und Whitehorse führt, sowie zu den Samen in Schwedisch-Lappland.

Der Natur-, Reise- und Bergfotograf Römmel, der bereits zahlreiche Preise gewonnen und mehr als 30 Bildbände veröffentlicht hat - darunter auch "Polarlichter - Sonnenzauber am Nachthimmel"- fand jedoch nicht nur unberührte Wildnis vor. Als er durch im Auftrag der Umweltorganisation Greenpeace ein mehrjähriges Fotoprojekt abgeschlossen hatte, das die Schönheit und Zerbrechlichkeit der arktischen Welt dokumentieren sollte, kam er bei einem Besuch im Osten Grönlands ins Grübeln.

"Der Zustand des hohen Nordens deprimierte mich zusehends. Der Klimawandel hatte zu  dramatischen Veränderungen geführt, hatte das Gesicht dieser Region bereits für immer verändert. Und die Menschheit schaute einfach weg", notiert er im Vorwort seines neusten Buches. " Im Vordergrund des menschlichen Handelns stehen und standen immer schon wirtschaftliche Interessen, die mehr zählen als die Einheit unserer Erde - wie kurzfristig wir Menschen doch denken."

Seine Reflektionen und vor allem seine atemberaubende Fotografien finden sich in seinem jüngsten Bildband, der unter dem Titel "Im des Nordens - Abenteuer am Polarkreis" im Knesebeck Verlag erschienen ist. Auf den folgenden Seiten der Fotostrecke zeigen wir eine Auswahl von den 240 Fotografien.

NASA veröffentlicht Video der Nordlichter aus dem All







Wissenscommunity