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Mallorca, Kanaren und Festland Nach Corona-Zwangspause: Spanien öffnet seine Grenzen für Touristen

Am Strand von Torremolinos: Die meisten der teils sehr strengen Beschränkungen waren in Spanien mit dem Ende des Corona-Notstandes am 9. Mai 2021 ausgelaufen.
Am Strand von Torremolinos: Die meisten der teils sehr strengen Beschränkungen waren in Spanien mit dem Ende des Corona-Notstandes am 9. Mai 2021 ausgelaufen.
© Francis Gonzalez/SOPA Images via ZUMA Wire / DPA
Mit der deutlichen Lockerung seiner Corona-Einreisebeschränkungen hat Spanien begonnen, seine Rolle als eines der wichtigsten Urlauberziele weltweit zurückzuerobern. Doch das Auswärtige Amt rät vor Reisen in viele Regionen ab.

Grundsätzlich dürfen nun Geimpfte aus aller Welt in Spanien einreisen. Nicht-geimpfte Urlauber aus Europa müssen bei ihrer Einreise nicht mehr einen höchstens 72 Stunden alten PCR-Test vorlegen - der deutlich billigere und schnellere Antigen-Test reicht ab sofort.

Der in Berlin lebende Waliser Rhodri Evans sagte bei seiner Ankunft in Spanien, er fühle sich "ein bisschen privilegiert", dass er dank seiner zwei Corona-Impfungen problemlos zu seiner Freundin in die andalusische Stadt Granada reisen könne. 

Die Belgierin Rose Huo sagte nach ihrer Landung im andalusischen Málaga, es sei das erste Mal seit einem Jahr, dass sie aus Belgien herauskomme. "Ich glaube, alle sind froh. Man ist noch sehr vorsichtig, aber es ist ein Anfang." Mit den Lockerungen will die zweitwichtigste Urlaubsdestination der Welt ihren so wichtigen Tourismussektor endlich wiederbeleben. Auch Kreuzfahrtschiffe dürfen wieder an Spaniens Küsten anlegen.

Briten müssen nach der Rückkehr in Qurantäne

Die wichtigsten Touristen-Herkunftsländer Deutschland und Großbritannien haben wegen der Pandemie-Lage aber weiter Vorbehalte gegen Spanien-Reisen. Das Vereinigte Königreich, aus dem normalerweise die meisten ausländischen Urlauber kommen, stuft Spanien weiterhin als Risikogebiet ein. Spanien-Rückkehrer müssen daher in Großbritannien mindestens fünf Tage lang in Quarantäne. 

Spaniens Tourismusministerin María Reyes Maroto hatte dazu erklärt, sie könne die Entscheidung der britischen Regierung "nicht verstehen". Wenigstens für Gebiete mit niedrigen Corona-Inzidenzwerten wie die Balearen und die Kanaren hätte London aus ihrer Sicht grünes Licht geben sollen. Die britische Regierung will ihre Einstufung allerdings erst in drei Wochen überprüfen.

Das Auswärtige Amt in Berlin warnt weiter vor nicht notwendigen touristischen Reisen in einige spanische Regionen, darunter Madrid, Andalusien mit Ferienzielen wie Sevilla und der Costa del Sol, Katalonien mit seiner Hauptstadt Barcelona und das Baskenland mit Küstenstädten wie San Sebastián. Diese Regionen werden weiterhin als Risikogebiete eingestuft. Von Reisen in mehrere andere spanische Regionen, darunter Mallorca und die übrigen Balearen-Inseln, sowie die Kanaren und Valencia, rät das Auswärtige Amt ab.

Das Ende des Corona-Notstands: Feiernde am Strand in der Barceloneta in der Hauptstadt Kataloniens.
Das Ende des Corona-Notstands: Feiernde am Strand in der Barceloneta in der Hauptstadt Kataloniens.
© Emilio Morenatti/AP / DPA

2020 war die Zahl der Urlauber in Spanien wegen der Corona-Pandemie um 77 Prozent zurückgegangen. 2019 hatte das Land mit seinen Mittelmeer- und Atlantikküsten noch 83,5 Millionen Besucher aus aller Welt willkommen geheißen. Zwischen Januar und Ende April 2021 waren es nach offizieller Statistik lediglich rund 1,8 Millionen ausländische Touristen.

Der Vorsitzende des spanischen Reisebüro-Verbandes Unav, José Luis Prieto, verspricht sich von den nun in Kraft getretenen Lockerungen eine "spektakuläre Erholung" der Branche. In den vergangenen drei Wochen habe es viele Anfragen aus "Großbritannien, Frankreich oder Deutschland, den drei wichtigsten Märkten" für Spaniens Tourismussektor, gegeben.

Allein in der andalusischen Stadt Málaga landeten am Montagvormittag rund 20 Flüge, unter anderem aus Berlin, Frankfurt oder London.

Gefälschte Impfausweise: Reporter testet, wie schnell man an so ein Dokument kommt

Für Spanien geht es um viel. Vergangenes Jahr gehörte es zu den westlichen Volkswirtschaften, die am härtesten von der Corona-Pandemie betroffen waren. Das spanische Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte 2020 um 10,8 Prozent.

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