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Mallorca, Kanaren und Festland Urlaub in Spanien: Was Reisende jetzt zur Coronalage wissen müssen

Die ersten Touristen sind zurück: Vorsaison an der Platja de Palma auf Mallorca
Die ersten Touristen sind zurück: Vorsaison an der Platja de Palma auf Mallorca
© Imago Images
Die Infektionszahlen in einem der beliebtesten Reiseländer sinken. Daher boomen die Buchungen für Urlaubsreisen nach Spanien, insbesondere nach Mallorca. Doch für bestimmte Regionen gilt weiterhin eine Reisewarnung. Was es vor der Abreise zu beachten gilt.

Auf Mallorca bleibt die Pandemie-Lage relativ entspannt. Die 7-Tage-Inzidenz liegt derzeit bei 19,8. Doch schon auf den Nachbarinseln sieht es anders aus. Auf den Balearen bewegt sich die 14-Tage-Inzidenz, die in Spanien als Gradmesser dient, zwischen 67,8 auf Ibiza und 0,0 auf Formentera. Je nachdem, wohin man in Spanien reisen möchte, muss man die Lage differenziert betrachten.

Zunächst die gute Nachricht: Auf Mallorca normalisiert sich rechtzeitig zum Start der Hochsaison der Alltag. Das freut alle, die im Tourismus beschäftigt sind. Die nächtliche Ausgangsperre wurde bereits am 3. Juni aufgehoben. Restaurants dürfen ihre Außenbereiche zu 100 Prozent belegen. Sogar bis zu zehn Personen sind an einem Tisch erlaubt. Die Gesamtauslastung ist auf maximal 250 Gästen festgelegt. Im Innenbereich darf die Belegung 50 Prozent nicht überschreiten. Bars und Restaurants und Bars können jetzt bis Mitternacht geöffnet bleiben.

Im Gegensatz zum Vorjahr werden Stadt- und Dorffeste auf der Insel wieder erlaubt, allerdings unter Einhaltung der Abstands- und Maskenregeln. Clubs und Diskotheken könnten unter bestimmten Voraussetzungen sogar Ende Juni wieder öffnen, vermeldet das "Mallorca Magazin".

Die nächtlichen Trinkgelage vor allem junger Leute mit im Supermarkt billig erworbenen Alkohol, die sogenannten "Botellones", werden weiterhin scharf von der nationalen und örtlichen Polizei beobachtet und verstärkt kontrolliert. Anfang Juni kam es bereits zu Situationen an der Platja de Palma und weiteren Orten auf Mallorca, bei denen die Ordnungskräfte machtlos waren.

Daniel aus Deutschland sonnt sich am Strand von El Arenal
Daniel aus Deutschland sonnt sich am Strand von El Arenal
© Clara Margais / DPA

Nach wie vor gilt auf den Balearen und ganz Spanien die Maskenpflicht im Freien. Nur am Strand und beim Baden darf man den Mund- und Nasenschutz absetzen. Auch im Restaurant oder Café muss die Maske nicht mehr getragen werden.

Urlaub in Spanien: Reisewarnung vom Auswärtigen Amt

Noch hat das Auswärtige Amt für Reisen nach Spanien kein grünes Licht gegeben, erst ab dem 1. Juli werden Reisewarnungen für Corona-Risikogebiete gestrichen. "Spanien ist von Covid-19 stark betroffen", dabei sei "das Infektionsgeschehen regional unterschiedlich". Denn die autonomen Gemeinschaften Andalusien, Aragonien, Kastilien-Léon, Katalonien, Madrid, Navarra, La Rioja und das Baskenland werden weiterhin als Risikogebiete eingestuft.

Auch der gesamte Rest des Landes, inklusive Mallorca und den Kanarischen Inseln, kommt nicht gut weg, wenn es heißt: "Von nicht notwendigen, touristischen Reisen in die autonomen Gemeinschaften Asturien, Extremadura, Galicien, Kantabrien, Kastilien-La Mancha, Valencia, Murcia, auf die Balearen, auf die Kanarischen Inseln und in die Exklave Ceuta wird weiterhin abgeraten".

So liegen zum Beispiel die 14-Tage-Inzidenz für Katalonien mit Barcelona, dem beliebtesten Städtereiseziel des Landes, bei 98,92. Bei den einzelnen Kanaren-Inseln schwanken die Werte ebenso wie auf den Balearen, jedoch auf höherem Niveau. Das Gesundheitsministerium der Kanaren gibt für das Infektionsgeschehen folgende 14-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner an: 98,54 für Teneriffa, 41,85 für Gran Canaria, 70,91 für Fuerteventura und 105,9 für Lanzarote

Einreisebestimmungen bis zum 1. Juli

Schon seit dem 7. Juni dürfen vollständig Geimpfte oder von Corona Genesene ohne Beschränkungen nach Spanien einreisen. Für nicht vollständig Geimpfte, die aus einem Risikogebiet im Ausland einreisen – dazu gehört auch Deutschland –, gilt weiterhin eine Testpflicht.

Doch für die letzte Gruppe wurde der Zwang zum teuren und zeitaufwendigen PCR-Test fallen gelassen, es reicht der Negativ-Nachweis mit einem Covid-19-Schnelltest, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Das Ergebnis des Antigen-Tests muss auf dem Smartphone oder in Papierform nachgewiesen werden und beim Check-in am Flughafen vorgelegt werden.

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Die Voraussetzung für Reisende nach Spanien vor einem Flug nach Spanien besteht weiterhin in dem Ausfüllen eines Formulars auf den Seiten des Spain Travel Health-Portals. Dort wird ein QR-Code erzeugt, der bei Einreise vorgelegt werden muss.

Die Registrierung zu dieser Gesundheitskontrolle kann frühestens 48 Stunden vor der geplanten Einreise erfolgen und wird am einfachsten per die Spain Travel Health-App (Google Play und Apple App Store) erzeugt. Es gibt sowohl Formulare für Einzelreisende wie auch für Familien. In Ausnahmefällen kann auch ein Papier ausgefüllt werden, das auch bei Einreise erhältlich ist.

Aktuelle Infos für die Rückreise

Für Personen, die auf dem Luftweg nach Deutschland einreisen, gilt grundsätzlich, dass sie vor dem Abflug der Airline beim Check-in ein negatives Testergebnis vorlegen müssen – unabhängig davon, ob sie sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben.

"Impf- und Genesenennachweise können einen negativen Testnachweis ersetzen und von der Einreisequarantäne befreit werden", schreibt das Auswärtige Amt. Noch während des Aufenthalts in Spaniens sollte man sich informieren, ob die Einreise- und Quarantänebestimmungen geändert wurden.

Quellenwww.rki.de, www.auswaertiges-amt.de/de/quarantaene-einreisewww.caib.eshttps://grafcan1.maps.arcgis.com

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