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Im Fischer-Städtchen Llanes: Geheimtipp Asturien: Zwischen tosender Brandung und hohen Bergen

Der kleine Ferienort Llanes an der spanischen Nordküste mit seinem verträumten Hafen bietet beides: Strand- und Aktivurlaub in den Bergen bis auf 2700 Metern Höhe. Denn gleich hinter dem schmalen Küstenstreifen erheben sich die Picos de Europa.

Bei Spaniern eine beliebte Sommerfrische: Llanes mit seinem Hafen und der denkmalgeschützten Altstadt.

Bei Spaniern eine beliebte Sommerfrische: Llanes mit seinem Hafen und der denkmalgeschützten Altstadt.

Das Meer reicht bis tief in die Altstadt hinein: In Llanes dümpeln nicht nur Fischerboote an den Anlegern der natürliche Bucht, sondern auch die Motorboote und Segelschiffe der Freizeitkapitäne. Deren Besitzer schlendern durch die Gassen des nur 13.000 Einwohner zählenden Städtchens und mischen unter das Publikum, das neben den Einheimischen in den Sommermonaten meist nur aus spanischen Urlaubern besteht. Englisch oder Deutsch hört man hier selten auf den Straßen.

Asturien – die nicht überlaufene Küste Spaniens

Anderes als die überlaufenden Ferienorte an der Costa Brava, bei Alicante oder Marbella, hat Llanes in Asturien seinen ursprünglichen Charakter bewahren können. Hier herrscht auch in den Sommermonaten keine Hitze wie am Mittelmeer, sondern eher ein gemäßigtes Klima wie an der Nordsee.

Doch wer am Meer steht und seinen Blickwinkel um 180 Grad landeinwärts wendet, nimmt ein ganz andere Landschaft war: riesige Berge. Denn nur wenige Kilometer hinter dem grünen Küstenstreifen, auf dem Kühe grasen, ragen die "Gipfel Europas", so die übersetzte Bezeichnung für Pico de Europas, in den Himmel. Von Meereshöhe steigen die Felsformationen bis auf fast 2700 Meter. Doch oft sind die Bergspitzen gar nicht zu sehen, weil Wolkenmassen das Karstgebirge verhüllen.

Der Apfelwein kommt in besonders hohen Gläsern

Davor erstreckt sich oberhalb von Llanes eine Hochebene. Wo heute auf einem gepflegten Golfplatz die Spieler ihre Runden drehen, befand sich während des Spanischen Bürgerkrieges ein Flugplatz. Von hier aus starteten auch Maschinen der deutschen Legion Condor, die 1937 die baskische Stadt Guernica bombardierten.

Wer abends von der Playa de Toró oder einer der anderen Badebuchten von Llanes zurück in den Ort kommt, dürfte sich in einem der vielen Fischlokale niederlassen, die in die Stadtpaläste eingezogen sind. Der kleine Ort verfügt über mehrere überraschend repräsentative Bauten, da in früheren Zeiten mit Walfang viel Geld verdient wurde.

Heute kommen nur noch Meeresfrüchte auf den Tisch, allen voran die Delikatesse Percebes, die fingerdicken Entenmuscheln, die eigentlich Krebse sind und unter großer Gefahr von Percebes-Sammlern von den Küstenfelsen gekratzt werden. Dazu wird Albariño getrunken, ein frischer Weißwein, oder Cidre. Der typische Apfelwein muss in die Gläser allerdings aus großer Höhe eingeschenkt werden, um beim Aufprall des Strahls mehr Sauerstoff zu binden, der das Getränk noch prickelnder macht.

tib
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