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Urlaubsflieger Im Jumbojet nach Mallorca: Reisebranche bietet im Sommer mehr Flüge an

Boeing 747-8 der Lufthansa.
Startet in den hessischen Sommerferien in Frankfurt auch nach Palma de Mallorca: eine Boeing 747-8 der Lufthansa.
© Imago Images
Im diesem Corona-Sommer haben Urlauber wieder mehr Möglichkeiten, ins Ausland zu fliegen. Die Nachfrage ist da, die Airlines stocken ihr Angebot auf - und doch steht das Reiseerlebnis ganz im Zeichen der Pandemie.

Am blauen Sommerhimmel dürften in den kommenden Monaten wieder häufiger Kondensstreifen von Urlaubsfliegern zu sehen sein: Der zweite Corona-Sommer verspricht deutlich mehr Reisemöglichkeiten innerhalb Europas.

Ab Juli sollen von Deutschland aus wieder 217 Orte in 38 Ländern angeflogen werden, wie der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL)  mitteilt. Das sind demnach fast so viele Ziele wie vor der Pandemie im Jahr 2019. Damals standen von Deutschland aus 226 Destinationen auf dem Flugplan.

"Die Welt ist wieder deutlich erreichbarer als in den letzten 15 Monaten", sagte BDL-Hauptgeschäftsführer Matthias von Randow in Berlin. Für manche Länder übersteige das Angebot sogar das Niveau von 2019, etwa für Griechenland und die Türkei.

Mit der Boeing 747-8 von Frankfurt nach Palma

Die Lufthansa hat aufgrund steigender Buchungszahlen angekündigt, in den hessischen Sommerferien an vier aufeinanderfolgenden Samstagen ab dem 17. Juli von Frankfurt mit einer Boeing 747-8 nach Palma zu fliegen. "Die Buchungszahlen für das Reiseziel PMI sind zwischen April und Anfang Juni 2021 um das 25-fache gestiegen", heißt es in einer Pressemitteilung. Neben dem Jumbojet-Flügen ab Frankfurt kommt ab München nach Mallorca am 31. Juli auch ein Langstreckenjet vom Typ Airbus A350 zum Einsatz.

Auch außerhalb Europas wird der Luftverkehr wieder ausgeweitet. Ab Juli sollen wieder 48 nicht-europäische Länder angeflogen werden, darunter auch die USA mit 25 Zielen. Touristische Reisen dorthin sind allerdings noch nicht möglich

Dass die Reiselust bei den Bürgern zurückkehrt, lasse sich auch an den Buchungen ablesen, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Reiseverbands (DRV), Dirk Inger. Vor allem Pauschalreisen ans Mittelmeer, etwa nach Spanien oder Portugal, seien gefragt. Auch nach Griechenland sei die Nachfrage groß. "Die Griechen haben sehr früh gesagt, wann sie wieder öffnen und haben sehr klare Regeln erlassen", sagte Inger. Die Menschen würden noch vergleichsweise kurzfristig buchen.

Fernreisen spielen bisher noch keine Rolle", ergänzte er. Viele außereuropäische Länder könnten noch nicht bereist werden. So gelten in den USA nach wie vor Einreisebeschränkungen für ausländische Besucher.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer sprach sich für EU-einheitliche Reise-Vereinbarungen mit solchen Ländern aus. "Es kann da keine Insellösungen geben", sagte er am Freitag. Doch die Verordnungen ändern sich schnell. "Wenn wir uns die gleiche Karte noch mal am Sonntag angucken, wird sich einiges geändert haben", sagte Inger.

Buchungszahlen unter Vorkrisenniveau

Doch trotz Lockerungen und mehr Flügen ins Ausland steht auch der diesjährige Reisesommer ganz im Zeichen der Pandemie. Auch wenn die Buchungszahlen wieder deutlich stiegen, blieben sie weit hinter dem Niveau der Vorjahre zurück, betonte Inger. Sie lägen bei lediglich rund einem Drittel des Vorkrisenniveaus. Er schätze, dass sich das Niveau über den Sommer auf rund 40 Prozent einpendeln werde.

Auch beim Angebot lässt sich die Krise ablesen: Zwar werden viele Ziele wieder angeboten, doch in deutlich niedrigerer Frequenz als gewöhnlich. So werde die Zahl der geplanten Abflüge in europäische Länder laut Daten des BDL in diesem Sommer um 34 Prozent unter denen von 2019 liegen.

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Mit dem Angebot wächst zudem der Aufwand, den die Verbraucher in ihre Reisevorbereitungen stecken müssen. "Der Reisende sollte vor Antritt der Reise noch mal genau prüfen, was sich im Zielland geändert hat", sagte Inger. "Er sollte möglichst alle notwendigen Dokumente, also Testnachweise, Impfnachweise griffbereit haben. Er sollte auch etwas mehr Zeit mitbringen für die Prozesse am Flughafen." Ein fehlender Positivtest könne durchaus dazu führen, dass man nicht ins Flugzeug gelassen werde.

Derweil bereitet sich auch das inländische Gastgewerbe darauf vor, dass es diesen Sommer wieder besser laufen dürfte. So öffnen etwa in Berlin an diesem Freitag wieder Hotels und Pensionen für Besucher. "Also ich glaube, dass wir ab Juli/August jede Menge Gäste in der Stadt sehen werden", sagte der Chef der Tourismus-Gesellschaft "Visitberlin" im RBB-Inforadio. "Ob das sofort das Niveau von 2019 hat, ist schwer absehbar. Lassen wir uns mal bescheiden anfangen. Ich glaube, wenn wir bei 70, 80 Prozent der damaligen Zahlen landen, ist es ganz gut."

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tib/DPA

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