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Spanien: Hundehalter sollen in Sevilla nicht nur Kot, sondern auch Urin ihrer Schützlinge entfernen

Wer in der Stadt einen Hund hält, muss dessen Haufen entfernen, daran haben wir uns gewöhnt. Doch als zweite andalusische Stadt fordert Sevilla nun, dass auch der Urin beseitigt wird – denn den Einwohnern stinkt's.

Ein Dackelwelpe im Laub

In Sevilla soll nun auch das Urin von Hunden entfernt werden

Getty Images

An die Beutel für die (meist) feste Hinterlassenschaft ihrer Schützlinge haben sich Hundehalter inzwischen gewöhnt, doch in Sevilla folgt nun der nächste Schritt in puncto Ordnung im öffentlichen Raum. Den Bewohnern der andalusischen Hauptstadt stinkt's nämlich und deshalb fordert die Stadtverwaltung nun, dass Sevilla mit dem Vorbild der rund 400 Kilometer entfernten Hafenstadt Almería gleichzieht: Dort besteht für Herrchen und Frauchen seit zwei Monaten die Pflicht, neben dem Kot auch das Urin ihrer Hunde zu entfernen – mit Wasser und Essig. Für jedes Gassigehen reicht es also nicht mehr, sich ein oder zwei der dünnen Beutelchen in die Tasche zu schieben, nun wächst die Spaziergangs-Ausrüstung auch noch um entsprechende Reinigungsmittel an.

Bei Zuwiderhandlung drohen 750 Euro Strafe

Der Grund für die Neuerung ist, dass die Straßenreinigung mit dem Entfernen von Hundekot und Urinlachen nicht hinterherkommt. Viele Nachbarschaftsvereinigungen hätten sich beschwert, schreibt RTL.de. Ignorieren Hundehalter die neue Verordnung, drohen ihnen bis zu 750 Euro Strafe. Das Ziel sei für die Stadt, ein "Bewusstsein dafür zu schaffen, dass wir alle Teil unserer Stadt sind und Verantwortung dafür tragen, sie zu pflegen", berichtet die katalanische Tageszeitung "La Vanguardia".

Die spanische Hafenstadt A Coruña steckt ihre Ziele für die Sauberkeit sogar noch höher. Dort wird bereits geprüft, ob anhand von DNA-Tests nachgewiesen werden kann, welcher Hund welche Verunreinigung verursacht hat. Für die Ermittlung des richtigen Tieres, müssen Proben der Hinterlassenschaften entnommen und anschließend mit der Datenbank aller registrierten Hunde abgeglichen werden. Auf diese Weise kann der Übeltäter ermittelt und der Hundebesitzer, der die Exkremente seines Vierbeiners ignoriert hat, ermittelt werden. Wer sich vor der Beseitigung der Hinterlassenschaften seines Tieres gedrückt hat, trägt die Kosten für das Ermittlungsverfahren.

Quelle: RTL.de

bal
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