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Notlandung nötig "Jesus wollte das": Frau versucht Flugzeugtür in 10.000 Metern Höhe zu öffnen und beißt anderen Passagier

FBI-Beamte nahmen die Frau in Gewahrsam und führten sie von Bord
FBI-Beamte nahmen die Frau in Gewahrsam und führten sie von Bord
© Screenshot
Sie sah sich in der Mission Gottes – und wollte mitten im Flug die Tür öffnen. Nun steht die Frau deshalb vor Gericht.

Es fing mit einem etwas merkwürdigen Verhalten an. Eine Passagierin stand mitten im Flug von Houston nach Columbus auf und ging ans Ende des Flugzeugs. Und begann dort, die Flugzeugtür anzustarren. Sie wolle nur aus dem Fenster sehen, sagte sie zwei Flugbegleiterinnen. Als die sie bitten, sich wieder zu setzen, drängt sie sich an ihnen vorbei zur Tür – und versucht sie in 10.000 Metern Höhe mit dem Hebel zu öffnen.

Die Attacke der 34-jährigen Frau war mit dem Versuch allerdings nicht vorbei. Als ein Passagier den Flugbegleiterinnen zur Hilfe kommen will, beginnt sie sich in einem Gerangel in seinem Bein zu verbeißen. Erst nach Minuten gelingt es ihm, ihren Kiefer mit den Fingern von seinem Bein zu lösen. Danach schlägt die Frau immer wieder ihren Kopf auf den Boden. Und erklärt laut, dass Jesus von ihr verlangt habe, "nach Ohio zu fliegen und die Flugzeugtür zu öffnen".

Erzwungene Notlandung

So steht es in Gerichtsakten, die am Montag eingereicht wurden, berichten mehrere US-Medien. Der Kapitän hatte sich demnach nach der Aktion für eine ungeplante Zwischenlandung in Little Rock, Arkansas entschieden. Videos zeigen, wie FBI-Beamte die Frau in Gewahrsam nehmen und von Bord führen. Auch das Bissopfer musste den Flieger verlassen, um im Krankenhaus behandelt zu werden.

Gegenüber den Behörden machte die Frau einen verwirrten Eindruck. Sie hatte demnach am Samstag unangekündigt das Haus verlassen und sei ohne ihren Mann zu informieren oder Gepäck mitzunehmen zum Flughafen gefahren. Sie habe einen der Familie nahestehenden Pastor im Bundesstaat Maryland aufsuchen wollen, sagte sie aus. Sie sei sehr lange nicht geflogen – und habe an Bord das Gefühl gehabt, keine Luft mehr zu bekommen, so die Aussage. An die versuchte Türöffnung und den Biss könne sie sich zwar erinnern, schiebt sie aber auf eine extreme Nervosität. "Normalerweise mache ich so etwas nicht."

So sieht es in den geheimen Schlafkabinen der Flugzeug-Crews aus.

Die Konsequenzen könnten trotzdem schwer werden. Der Frau werden nach den Unterlagen Körperverletzung und ein Eingreifen in die Arbeit der Flugzeug-Crew vorgeworfen. Die Kosten für die Notlandung sind nicht Teil der Anklage, dürften aber ebenfalls von der Fluggesellschaft eingefordert werden.

Quellen: Arkansas Online, KPRC

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