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Fotos von Emmanuel Georges: America First? Von wegen. Ein Land im Zustand des Verfalls

Der Fotograf Emmanuel Georges ist ausgiebig durch die USA gereist und zeigt das Land in seinem Ist-Zustand: melancholische Bilder von leerstehende Läden, alte Tankstellen und verlassene Wohnhäusern.

Gas City, Indiana  Ein alter Pontiac Trans Am im Sonnenaufgang: Dieses Foto hat Emmanuel Georges zu Beginn seiner fotografischen Reise durch die USA in seinem Bildband "America rewind" platziert.

Gas City, Indiana

Ein alter Pontiac Trans Am im Sonnenaufgang: Dieses Foto hat Emmanuel Georges zu Beginn seiner fotografischen Reise durch die USA in seinem Bildband "America rewind" platziert.

Es heißt immer wieder: Die Metropolen New York City und San Francisco sind nicht Amerika. Wer das Land und seine Bewohner, die Donald Trump zum Präsidenten gewählt haben, richtig kennenlernen möchte, muss die Großstädte verlassen und die Provinz besuchen.

Der französische Fotograf Emmanuel Georges aus Strasbourg hat auf drei ausgedehnten Reisen durch die USA eine Art visuelle Bestandsaufnahme von abgelegenen Orten mit seiner großformatigen Kamera gemacht. Dabei hat er mit dem Auto insgesamt 25.000 Kilometer zurückgelegt.


Georges war bei den drei großen Rundfahrten durch den Norden, Süden und Osten nicht an Großstädten und Touristenattraktionen interessiert, sondern an den nebensächlichen Schauplätzen, die er abgelichtet hat. Seine Fotografien von Menschen verlassenen Orten in der amerikanischen Provinz, von sich hin rottenden Lagerhäusern, blinden Schaufensterscheiben und den Resten eines Autokinos wirken wie stumme Zeugen der Vergangenheit, als das Land einmal bessere Zeiten gesehen hatte.

Seine Aufnahmen, die in dem Bildband "America Rewind" im Verlag Hatje Cantz erschienen, dokumentieren den Zerfall eines Landes - und damit auch den tiefen Wunsch vieler Amerikaner nach "Make America great again", das ihnen Donald Trump im Wahlkampf versprochen hatte.

tib
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