HOME

Palau: Warum ein pazifischer Inselstaat jetzt Sonnencremes verbieten will

Bestimmte Sonnencremes könnten Sie teuer zu stehen kommen, sofern sie sich ab dem 1. Januar 2019 nicht genau überlegen, welche Tuben und Fläschchen sie mitnehmen, wenn sie nach Palau reisen. 

Sonnencreme-Verbot auf Palau

Der Rock Island Strand im Süden von Palau. Den können Sie auf der Insel begutachten - sofern Sie die richtige Sonnencreme aufgetragen haben.

Picture Alliance

Als erstes Land der Welt will das pazifische Urlaubsparadies Palau bestimmte Sonnencremes verbieten, um seine berühmten Korallenriffe zu schützen. Ein Regierungssprecher verwies am Donnerstag in der Hauptstadt Koror auf wissenschaftliche Erkenntnisse, denen zufolge Chemikalien aus Sonnenschutzmitteln schon in geringen Mengen die empfindlichen Korallen zum Absterben brächten. Das Verbot soll am 1. Januar 2020 in Kraft treten.    

"An jedem beliebigen Tag gelangt an Palaus beliebten Tauch- und Schnorchelorten literweise Sonnencreme in den Ozean", sagte der Sprecher der Nachrichtenagentur AFP. Künftig solle die Einfuhr oder der Verkauf verbotener Sonnencremes mit einem Bußgeld von umgerechnet 880 Euro belegt werden.    

Verbot greift bei den meisten herkömmlichen Sonnencremes

Das Verbot bezieht sich auf Sonnenschutzmittel mit chemischen Wirkstoffen wie Oxybenzon, Octocrylen und Parabene. Diese sind in den meisten Standardmarken enthalten.    

Der westpazifische Inselstaat ist ein beliebtes Urlaubsziel. Besonders die Unterwasserwelt zieht viele Urlauber an. Vor Palau hat bereits der US-Bundesstaat Hawaii Korallen-schädliche Sonnencremes verboten. Dieses Verbot soll aber erst 2021 in Kraft treten.

Traumstrand aus "The Beach" wird geschlossen
sve / AFP
Themen in diesem Artikel

Wissenscommunity