VG-Wort Pixel

Zoff im höchsten Gebäude der Welt Müssen die Millionäre bald Treppen steigen?


Der Burj Khalifa ist das höchste Gebäude der Welt. Wegen eines Streits um die Nebenkosten droht der Vermieter nun, den Fahrstuhl abzustellen. Müssen die Millionäre bald 108 Stockwerke zu Fuß gehen?
Von Christoph Fröhlich

Der Burj Khalifa ist die Spitze des Größenwahns: Der Dubai-Tower hat die höchste Aussichtsplattform und das höchste Restaurant der Welt. Wie eine riesige Nadel ragt der im Januar 2010 eröffnete Turm aus der Skyline des Wüstenstaats. Der Protzbau ist 828 Meter hoch, und bei guter Sicht sieht man ihn bereits aus gut 50 Kilometern Entfernung. Er hat 163 Stockwerke, zwischen der 12. und 108. Etage befinden sich gut 900 Luxus-Apartments, in denen die Bewohner die tolle Aussicht genießen. Die Jahresmiete beträgt stolze 55.000 US-Dollar für ein Ein-Zimmer-Appartement, und obwohl der Großteil der Mieter reiche Stars, Geschäftsleute und Ölmillionäre sind, gibt es einen Streit um die Nebenkosten. Die betragen bis zu 25.000 US-Dollar pro Jahr – und einige Bewohner weigern sich offenbar, die zu bezahlen.

Wie der US-Sender "CNN" berichtet, sind einige Bewohner seit Jahren mit den Gebührenzahlungen für den Service im Haus im Verzug. Einige besonders dreiste Schuldner haben seit 2012 keine Gebühren mehr bezahlt. Das Immobilienunternehmen Emaar Properties, dem der Tower gehört, hat deshalb ein Rundschreiben an die Mieter verschickt: Darin werden die Bewohner aufgefordert, ihre Schulden zu begleichen, anderenfalls würden einige Dienstleistungen gestrichen werden. Darunter könnte beispielsweise der Betrieb des Fahrstuhls und der Klimaanlagen fallen. Die Folge wären endlose Treppengänge bei Wüstenhitze.

So weit wird es aber vermutlich nicht kommen: Bevor dem Fahrstuhl der Saft abgedreht wird, dürfte zunächst das Fitness-Center, die Wellness-Area oder der Swimming Pool gesperrt werden. Doch die Aussicht, die Einkäufe demnächst bei sengender Hitze bis in den 108. Stock zu schleppen, dürfte bei den Zahlungsverweigerern vermutlich zu einem Umdenken führen.


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker