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Vermutlich Pfefferspray: 59 Verletzte am Hamburger Flughafen - "definitiv kein Terroranschlag"

Erst beklagten sich nur Personen über Reizungen der Atemwege: Weil eine Substanz die Luft belastete, wurde der Hamburger Flughafen für eine Viertelstunde komplett evakuiert. Vermutlich handelte es sich um Pfefferspray. 59 Menschen wurden leicht verletzt.

Krankenwagen stehen vor dem Hamburger Flughafen, Menschen warten in der Kälte

Bei eisigen Temperaturen harrten die Menschen vor dem Hamburger Flughafen aus. Rettungskräfte sind im Großeinsatz

Am Hamburger Flughafen sind am Sonntag durch den Austritt eines zunächst unbekannten Stoffes mindestens 50 Menschen verletzt worden. Die Plaza am Airport wurde gesperrt, wie ein Feuerwehrsprecher berichtete. Hunderte Reisende mussten bei eisigen Temperaturen vor dem Flughafen ausharren. Der Flughafen war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Mehrere Menschen hätten über Atemwegsreizungen geklagt, hieß es bei der Feuerwehr. Die Feuerwehr richtete Behandlungsplätze für die Verletzten ein. Dort sollten Betroffene ärztlich untersucht und anschließend - falls nötig - in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Stoff sei vermutlich durch die Klimaanlage ausgetreten, erklärte der Sprecher. Weitere Einzelheiten waren zunächst nicht bekannt.

Die Airport-Plaza enthält die zentrale Sicherheitskontrolle für die Fluggäste mit Kontrollstellen und Gepäckausgabe. Die Plaza schließt die Lücke zwischen den Terminals 1 und 2.

Update 13:51 - Die Flughafenhalle scheint wieder geöffnet

Seit einigen Minuten berichten mehrere Personen bei Twitter, die Flughalle sei wieder geöffnet worden. Nun warten viele Menschen an den Sicherheitskontrollen darauf, dass diese wieder öffnen. Die Polizei bestätigte das. Der Flugverkehr liegt aber weiter lahm.

Zum Zustand der Verletzten ist aktuell noch nichts bekannt.

Update: 14:32 - Terroranschlag wird ausgeschlossen

In einer Pressekonferenz hat die Feuerwehr einen Terroranschlag ausgeschlossen. Als Ursache wird ein aufgefundenes Pfefferspray-Fläschchen vermutet. Das würde auch zu den beschriebenen Symptomen der Betroffenen passen. Obwohl nach weiteren Substanzen gesucht wurde, konnten keine gefunden werden.

Von den betroffenen 59 Personen wurden neun zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser gebracht, den anderen geht es bereits wieder besser. Auch die neun in Krankenhäusern behandelten sollen bereits auf dem Weg der Besserung sein und könnten demnächst entlassen werden.

mma / DPA
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