Es klingt nach einem Film von Regisseur Alfred Hitchcock: Ein Mann will die Urlaubsinsel Teneriffa mit seiner Ehefrau per Passagierflugzeug verlassen. Doch die Frau lebt nicht mehr. Wann und aus welchen Gründen sie starb, ist noch unklar.
Der Vorfall ereignete sich zwar schon im vergangenen Herbst am Flughafen Tenerife Sur, wurde aber erst jetzt bekannt. Die Polizei bestätigte auf Anfrage, dass der Mann es bis in die Sicherheitskontrolle schaffte. Spanischen und kanarischen Medienberichten zufolge fiel die Tote auf, als der 80-Jährige sie in ihrem Rollstuhl durch den Metalldetektor schob. Dabei sei eine Sicherheitsbeamtin stutzig geworden. Demnach ergriff sie die Hand der Rollstuhlfahrerin und bemerkte, dass diese eiskalt war.
Wie die lokalen Medien weiter berichten, seien daraufhin zahlreiche Sicherheitskräfte und Beamte der Guardia Civil herbeigerufen worden. Zudem seien Forensiker anwesend gewesen. Ein Notarzt stellte den Tod der Frau vor Ort fest.
Teneriffa: Unklar, ob Mann vom Tod der Frau wusste
Der Mann sei laut Polizei nicht festgenommen worden, da Beamte keine Hinweise auf ein Verbrechen finden konnten. Wohin er mit seiner toten Frau fliegen wollte und woher die beiden ursprünglich kamen, sei ebenfalls unbekannt. Auch könne man nicht sagen, ob dem Mann überhaupt bewusst war, dass seine Frau gestorben war, erklärte eine Polizeisprecherin laut der Nachrichtenagentur DPA.
Ein ähnlicher Vorfall hatte sich im Dezember 2025 ereignet: Einer britischen Familie war es damals gelungen, mit einer toten Frau im Rollstuhl in einer Maschine des Anbieters Easy Jet vom spanischen Málaga nach London zu reisen. An Bord der Maschine bemerkte das Flugpersonal, dass die Frau keine Lebenszeichen zeigte. Der britische Ehemann der Toten wurde vor Ort festgenommen.