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Bilder von der ISS: So sehen Astronauten unsere Erde

Eine interaktive Karte zeigt Fotos aus dem All, geschossen von Astronauten während ihres Aufenthaltes auf der Raumstation ISS. Manche Bilder offenbaren dabei erstaunliche Fakten - etwa über Berlin.

Die interaktive Karte "Our world from the ISS" sammelt Fotos, die Astronauten während ihrer Mission von der Erde gemacht haben. Mit einem Mausklick lässt sich so ein Blick auf die Alpen oder die Sahara werfen. Es sind faszinierende Eindrücke, die die Astronauten mit der Welt teilen. Und sie liefern Ideen für so manche Reise.

Wie wäre es mit einem Trip in die Hauptstadt? Auf einem Foto von Berlin fällt Überraschendes auf. Wer hätte gedacht, dass die ehemalige Teilung in Ost und West aufgrund der Lichtquellen sogar noch im All zu erkennen ist?

Im Osten werden hauptsächlich Natriumdampflampen verwendet, die einen warmen Gelbton abgeben. Der Westen Berlins hingegen wird mit Quecksilberdampflampen und Leuchtstoffröhren beleuchtet - die ein viel kühleres Weiß abstrahlen. Die farbliche Trennung soll jedoch in Zukunft durch einheitliche LED-Leuchten aufgehoben werden. Dann ist Berlin auch vom All aus keine geteilte Stadt mehr.

Auch Paris ist aus 400 Kilometern Höhe, der ungefähren Entfernung der ISS zur Erde, gut zu erkennen. Die französische Hauptstadt wird zu Recht als Stadt des Lichts bezeichnet, wie dieses Foto beweist.

Oder wie wäre es mit einer Reise nach Venedig? Der Astronaut Thomas H. Marshburn postete am 5. März dieses Bild der Stadt und war begeistert, dass die berühmten Kanäle sogar vom All aus zu erkennen sind. Zumindest, wenn man ganz genau hinsieht.

Wie das Traumziel aus jedem Reiseprojekt sehen diese Inseln vor dem Great Barrier Reef aus. Die Bilder auf der Homepage stammen zum Großteil von den Twitterseiten der Astronauten.

Die meisten Aufnahmen stammen von dem Astronauten Chris Hadfield. Er war bis Mitte Mai auf der ISS stationiert und ließ die ganze Welt an seiner Reise teilhaben: Er twitterte täglich Fotos sowie Videos und wurde so zu einer Berühmtheit im Netz. Zum Abschied von der Raumstation sang er David Bowies Song "Space Oddity". Noch bis Mitte November ist die Amerikanerin Karen Nyberg auf der ISS. Auch sie twittert fleißig Fotos von ihrem Abenteuer und wird die Weltkarte bestimmt noch erweitern.

vim
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