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Boeing 787: Vom Dreamliner zum Albtraum: VIP-Flugzeug knallt auf die Nase

Eine große Boeing 787 soll an einem US-Airport in eine luxuriöse Privatmaschine mit nur 25 Plätzen umgerüstet werden. Doch dann passiert es: Plötzlich bricht bei dem Dreamliner das Bugfahrwerk ein.

Zum Glück befanden sich keine Passagiere an Bord: Eine Boeing 787 war vor einem Hangar am Moses Lake Airport im US-Bundesstaat Washington geparkt, als das vordere Fahrwerk in sich zusammenkrachte und die Großraummaschine mit dem Bug auf die Betonpiste aufknallte.

Bei der Boeing 787-800, auch Dreamliner genannt, handelt es sich um ein Langstreckenflugzeug mit zwei Gängen in der Kabine, die bei der Firma Greenpoint Technologies in ein VIP-Flugzeug umgewandelt wird. Statt der zum Beispiel 281 Sitzplätze bei Norwegian Air Shuttle wird die Spezialausstattung nur über 25 Sessel verfügen.

Dreamliner: Vordere Teile beider Triebwerke berühren den Boden 

Wie drei Fotos, die auf dem Twitter-Account des Jet Airliner Crash Data Evaluation Centre (Jacdec) des Hamburgers Jan-Arwed Richter veröffentlicht sind, zeigen, sackte das Flugzeug so stark ab, dass auch die vorderen Teile beider Triebwerke den Boden berühren. Der Jet mit der amtlichen Kennung N507BJ war ursprünglich von Korean Air für die koreanische Luftwaffe bestellt worden, heißt es auf der Website von "Flight Global".

"Das Flugzeug ist keine Maschine für die koreanische Regierung", teilte die Fluggesellschaft auf Anfrage mit. "Ein anonymer Kunde hat um den Umbau gebeten, weshalb dieses Flugzeug gerade umgerüstet wird."

Da sich die Boeing im Privatbesitz befindet und zum Zeitpunkt des Unglücks nicht für einen Flug vorbereitet wurde oder zum Start rollte, hat die Federal Aviation Administration - die amerikanische Luftfahrtbehörde - keine Untersuchung eingeleitet.

"Flight Global" hat auch herausgefunden, dass diese Boeing im Oktober 2012 bestellt wurde. Nach der Auslieferung im März 2015 wurde der Dreamliner jedoch nie in Dienst gestellt. Stattdessen ging das fabrikneue Flugzeug in "storage", wie es in der Fachsprache heißt. Der Dreamliner wurde auf dem Airport am Moses Lake eingeparkt, bis er nun einen neuen anonymen Kunden gefunden hat.

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