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Gericht in der Schweiz verbietet FKK-Wanderungen: Das Wandern ist des Nackten Frust

Wie Gott ihn schuf hat sich ein 47-jähriger Mann in der Schweiz auf Wanderschaft begeben. Einer Familie mit Kleinkindern gefiel gar nicht, was sie da sah. Flugs zogen die Empörten vor Gericht und bekamen nun Recht.

Freunde der freien Körperkultur, aufgepasst! Wer seiner Leidenschaft bei frischer Alpenluft frönen will, sollte sich von nun an lieber warm anziehen: Das Bundesgericht der Schweiz hat das unbekleidete Wandern verboten. Mit dem Urteil vom Donnerstag bestätigten die Richter eine im Kanton Appenzell Ausserrhoden verhängte Geldbuße gegen einen 47-jährigen Mann.

Dieser hatte sich im Oktober 2009 auf Wanderschaft begeben, dabei aber bewusst auf jegliches Textil am Körper verzichtet. Bei seiner Tour spazierte der Nackidei unter anderem an einer Feuerstelle vorbei, an der sich eine Familie mit Kleinkindern aufhielt, sowie an einem Reha-Zentrum für Drogenabhängige. Eine Frau stellte den Mann schließlich zur Rede und erstattete Anzeige.

Tief in die Tasche langen muss der Nacktwanderer für seinen Trip im Adamskostüm allerdings nicht. Die Geldbuße, die das Obergericht wegen "grob unanständigen Benehmens" verhängte, beläuft sich auf 100 Franken (umgerechnet etwa 80 Euro).

jwi/DPA / DPA
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