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Schiffe, Gebäude, Brücken Unglaublich aber wahr - diese Megaprojekte wurden 2016 fertig

Der Gotthard-Tunnel ist nicht nur der längste, sondern auch der tiefste Eisenbahntunnel der Welt. Er ist 57 Kilometer lang. Er ist die erste Nord-Süd-Verbindung quer durch die Alpen, die fast ohne Steigungen auskommt. Das ermöglicht Zügen, mit bis zu 250 Km/h durch den Tunnel zu fahren. Die Bauzeit betrug ganze 17 Jahre.
 
Kurz vor knapp wurden sie dann doch noch fertig. Sechs Wochen vor der Eröffnung der Olympischen Spiele waren alle Sportstätten einsatzbereit. Vor allem das Velodrom für die Fahrradwettbewerbe war von Bauverzögerungen betroffen. Rund lief es trotzdem nicht: Das olympische Dorf war zum Start der Spiele zum Teil noch nicht bewohnbar: Sportler klagten beispielsweise über verstopfte Sanitäreinrichtungen und offene Leitungen.
 
Auf dem Radar sieht es wie ein Fischerboot aus. In echt ist es eines der gefährlichsten Kriegsschiffe der Welt. Die USS Zumwalt. Stapellauf war zwar schon 2015, in Betrieb nahm die US-Marine das Schiff im Oktober 2016.
 
Platz für mehr als 6000 Passagiere und 2300 Besatzungsmitglieder: Auch das derzeit größte Kreuzfahrtschiff der Welt trat 2016 seinen Dienst an. Die Harmony of the Seas. Da heißt es: Nicht verlaufen bei 362 Metern Länge, 66 Metern Breite und 70 Metern Höhe.
 
Dass kurz nach der Eröffnung wieder Schluss sein kann, zeigt das Beispiel Wildfire in Schweden. Die Achterbahn gehörte bei ihrer Eröffnung im Juni 2016 zu den größten und schnellsten Holzachterbahnen der Welt. Doch schon wenige Wochen, nachdem die Züge ihre Bahnen kreisten, musste die Bahn stillgelegt werden. Der Grund: Das schwedische Umweltministerium entzog die Baulizenz. Die Bahn steht in einem Tierpark mit 750 Tieren. Und die könnten laut Ministerium durch den Lärm negativ beeinflusst werden.
 
Keine Achterbahn? Kein Problem. Nervenkitzel gibt es trotzdem: Auf der größten Glasbrücke der Welt. Die Zhangjiajie Grand Canyon Glass Bridge hat im August eröffnet. Aber auch sie musste wenige Tage nach Eröffnung wieder schließen. Die 430 Meter lange Brücke führt in bis zu 300 Metern Höhe über einen Canyon. Maximal 800 Besucher dürfen die Brücke gleichzeitig betreten. Allerdings nicht mit Stöckelschuhen: Man befürchtet, der Glasboden könnte zerkratzt werden.
 
Die Glasbrücke ist nicht die einzige Brücke, die 2016 fertig wurde. In der Türkei wurde die Yavuz-Sultan-Selim-Brücke fertig. Sie hat die derzeit längste Spannweite einer Eisenbahnbrücke.

 
Es sollte mal im Herbst 2010 eröffnet werden und 77 Millionen Euro an Steuergeldern verschlingen. 6 Jahre später wurde die Elbphilharmonie nach zahlreichen Verzögerungen und Pannen fertig. Gekostet hat sie fast das zehnfache. Knapp 800 Millionen Euro für den Steuerzahler.


Fortsetzung folgt 2017. Vielleicht.
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Hamburg konnte es kaum glauben: Die Elbphilharmonie eröffnete 2016 tatsächliche ihre Tore. Doch es wurden sogar noch mehr Megaprojekte fertig. Vom Zerstörer bis zur Glasbrücke.

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