Irankrieg
Hapag-Lloyd-Schiff in Straße von Hormus getroffen – Brand an Bord

Ein Schiff der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd
Ein Schiff der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd wurde beschädigt (Symbolbild)
© Philippe Clém / Alimdi / Arterra / Picture Alliance
Wie brenzlig die Lage in der Straße von Hormus während des Irankriegs ist, musste jetzt die Besatzung des Hapag-Lloyd-Frachters „Source Blessing“ spüren.

Ein Frachter der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd ist in der Straße von Hormus von einer Artilleriegranate getroffen worden. Das Unternehmen bestätigte dem stern am Donnerstagvormittag entsprechende Informationen. „Das Containerschiff 'Source Blessing' wurde von einem Schrapnell oder Teilen davon getroffen“, sagte ein Sprecher. „Wir wissen noch nicht, wer es abgeschossen hat.“

Hapag-Lloyd-Schiff wurde beschädigt

Das knapp 250 Meter lange Schiff sei beschädigt worden, außerdem sei ein Brand, der unter anderem den Maschinenraum erfasst habe, ausgebrochen. „Die Mannschaft konnte ihn löschen“, so der Hapag-Lloyd-Sprecher weiter. Wie stark das Schiff beschädigt ist, werde geprüft. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.

Hapag-Lloyd ist nicht Eignerin der 'Source Blessing'. Die Hamburger Reederei hat den Frachter nach eigenen Angaben gechartert und wiederum an die dänische Maersk weiterverchartert. Daher könne man auch keine genauen Angaben zur Route, zur Fracht und zur Anzahl der Menschen an Bord machen. 

Nach Informationen des Schiffsortungsdienstes „Marine Traffic“ legte das Containerschiff zuletzt am 3. März vom Hafen Ghantoot in den Vereinigten Arabischen Emiraten ab und liegt seit Tagen in der Region fest. Die „Source Blessing“ fährt unter der Flagge Liberias.

Quellen: Hapag-Lloyd, „Marine Traffic“

wue

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