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Metasuchmaschine: Hilfreiche Urlaubsplaner im Internet

Ob Sommerurlaub oder Wochenendtripp - viele Urlaube werden im Internet gebucht. Doch wo suchen, um günstig zu verreisen? Metabuchungsseiten wühlen sich durch das Angebot.

Von Swantje Dake

Das Hotel für den Wochenendtripp in die Hauptstadt wird im Internet gebucht. Auch die erste Suche nach der günstigsten Flugverbindung in den Sommerurlaub findet heutzutage eher im Online-Reisebüro als bei der Reiseverkehrskauffrau statt. Was der Urlaubssuchende in Internet findet, ist eine schier unendliche Angebotsfülle, aber keine Beratung. Zahlreiche Hotelportale und Online-Reisebüros werben mit Schnäppchenpreisen. Doch wer bietet ihn wirklich an, den günstigsten aller Preise? Wer die verschiedenen Suchmaschinen ansteuert, kann stundenlang Preise vergleichen. Eine Hilfe sind Seiten, wie www.hrs.de, die auf Hotelbuchungen spezialisiert sind und über eigene Datenbanken verfügen, und Metabuchungsseiten, die Informationen von mehreren Portalen miteinander vergleichen.

Doch es gibt große Unterschiede zwischen den Portalen. Der Preis, der bei einer Metasuchmaschine als günstigster angegeben wird, kann von einem anderen Portal um einiges unterboten werden. Denn eine Metasuchmaschine vergleicht nicht alle im Netz zu findenden Urlaube, Flüge und Hotels, sondern hat eine mehr oder weniger begrenzte Anzahl von Partnerseiten, deren Reisen und Unterkünfte sie miteinander vergleicht. Sprich: Wer sicher gehen will, keinen Euro zu viel auszugeben, muss mehrere Metasuchmaschinen bemühen.

Nur suchen, nicht buchen

Allen Metabuchungsseiten gemein ist die Tatsache, dass sie keine gemeinnützigen Anlaufstellen im Netz sind, die zahllose Internetseiten in Sekundenschnelle durchsuchen. Da der User für seine Suche nicht zahlt, finanzieren sich Seiten wie www.tripadvisor.de, www.swoodoo.de und www.trivago.de zum einen durch Anzeigen zum anderen durch Provisionen, die sie von ihren Partnerseiten erhalten, wenn ein Suchender tatsächlich bucht. Denn die Metasuchmaschinen nehmen keine Buchung für die zweiwöchige Pauschalreise im Sommer oder das Hotel für die Städtereise entgegen. Sie sind nur Vermittler, damit auch keine Anlaufstelle bei etwaigen Beschwerden, falls es im Urlaub Anlass zum Ärger gibt. Metabuchungsseiten leiten direkt zum Anbieter weiter, der manchmal erst nach der Buchung sichtbar wird. Weitere Einnahmequelle der Metabuchungsseiten: Wenn der Suchende nur ein Stichwort "Hotel Phuket" eingibt, erscheinen Hotels, die mit "Tipp" oder "Empfehlung" gekennzeichnet sind. Für diese Hinweise berechnen einige Betreiber der Seiten den Hoteliers Gebühren.

Bei aller Schnäppchenjagd sollte man daher auf einiges achten: Bei einer Hotelbuchung zum Beispiel, ob das Frühstück im Übernachtungspreis mit inbegriffen oder ob die 14-tägige-Pauschalreise an die türkische Riviera nur so günstig ist, weil die Vollpension oder die Anreise herausgerechnet wird. Bei einigen Anbietern werden auf den angezeigten Preis erst bei der Buchung Steuern und Gebühren aufgeschlagen. Oder die Stornierung der Buchung ist gar nicht möglich oder nur mit hohen Kosten. Vielfach buchen Kunden automatisch eine Reiseversicherung mit, weil irgendwo im Formular ein Häkchen im entsprechenden Kasten voreingestellt ist. Lassen Sie sich nicht vom günstigsten Preis blenden, sondern schauen Sie nach, ob das Hotel wirklich Ihren Wünschen entspricht. Sind Lage, Entfernung zum Strand, Freizeitangebot wirklich so, wie Sie es sich vorstellen?

Auf welchem Portal man seine Urlaubsbuchung tätigt, hängt zum einen von den Urlaubszielen ab und von den Vorlieben, wie eine Buchungsseite aussehen soll und welche Funktionen sie erfüllt. Funktional ähneln sich die Seiten stark, aber in der Benutzerführung und in der Optik sind die Unterschiede groß. Einen Überblick über die wichtigsten Buchungsseiten für Hotels und Flüge finden Sie hier.

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